Helen Heberer Mannheim SPD

Bildung

Projekt: Vernetzung der Mannheimer Kultur und Bildungseinrichtungen
„Kultur macht Schule“

Kunst fördert das Lernen

Schulen starten Kulturprojekt
"Kultur macht Schule" heißt ein Konzept, das eine stärkere Zusammenarbeit zwischen städtischen Kulturinstituten, freien Kulturträgern und Schulen ermöglichen soll. Die Stadtverwaltung stellte es jetzt im Bildungsausschuss vor. "Vor dem Hintergrund eines Rückgangs von jugendlichem Interesse an kulturellen Ereignissen und Einrichtungen auf der einen Seite und einem steigenden Betreuungs- und Integrationsbedarf auf der anderen, halten wir es für sinnvoll und notwendig, kulturelle Projekte in Schulen zu fördern und diese möglichst im Lebens- und Wohnumfeld der Schüler in den Stadtteilen zu verankern", begründet Helen Heberer, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, weshalb ihre Partei eine solche Konzeption eingefordert hat.Kultur in der Schule biete sich vor allem bei einer Ganztagsbetreuung an. Für kulturpädagogische Arbeiten ohne Notendruck ließen sich oft auch "schwierige" Kinder begeistern. Sie verfügten häufig über ein großes künstlerisches Potenzial. Das daraus erwachsende Selbstbewusstsein wirke sich wiederum positiv auf den Regelunterricht aus. "Der Umgang mit Kunst und der Erwerb eigener künstlerischer Fähigkeiten unterstützen kognitives Lernen, stärken die soziale Integration und wirken persönlichkeitsbildend. Gerade zur Gestaltung kreativer Ganztagsangebote brauchen Schulen kompetente Partner. Und die finden sie in unserer Stadt in großer Zahl", so Heberer. Für Mannheim sind zunächst zwölf Schulen vorgesehen. Begonnen wurde das Projekt bereits in acht Schulen in der Neckarstadt. Als Kooperationspartner machen in einem ersten Schritt Stadtbibliothek, Kunsthalle, Nationaltheater mit dem Schnawwl, Musikschule, Reiss-Engelhorn-Museen, Stadtarchiv, Abendakademie, Kurpfälzer Kammerorchester, Landesmuseum für Technik und Arbeit sowie das Planetarium mit. sik

© Mannheimer Morgen - 19. April 2005