Helen Heberer

Politik muss menschlich sein.

NAN: Mit Pfeifen und Trompeten gegen rechte Parolen

Mit Pfeifen und Trompeten gegen rechte Parolen
NPD-Auftritt in Neckarau mit lautstarker Gegendemo übertön

NECKARAU. Zum zweiten Mal in diesem Jahr hatten sich Neonazis Neckarau als Ort für ihre rechte Propaganda ausgesucht. Nach der durch rund 3000 Gegendemonstranten gestörten Kundgebung am 1. Mai machten Ende Juli rund 15 NPD-Mitglieder im Rahmen ihrer Deutschlandtour per Werbe-LKW wieder Station in Neckarau, um ihre fremdenfeindlichen Parolen mittels starker Lautsprecheranlage auf dem Platz vor dem Seilwolffcenter zu verbreiten.

Weiterlesen... (Neckarau Almenhof Nachrichten - 24. August 2012 - Seite 1)

Mannheimer Morgen: Stadt sucht Träger für eine Europäische Schule

Konversion: Verwaltung und Wirtschaft planen Bildungseinrichtung auf frei werdenden Flächen
Stadt sucht Träger für eine Europäische Schule

Von unserem Redaktionsmitglied

Fabian Busch

Mannheim spricht, diskutiert, streitet über die Konversion. Zwischen den Vorschlägen zu Seen, Wohngebäuden und Gewerbegebieten spielt ein Thema dabei bisher eine untergeordnete Rolle: die Ansiedlung von Schulen. Das aber könnte sich bald ändern. Die Stadt und verschiedene Unternehmen arbeiten an der Idee, eine Europäische Schule auf einer der frei werdenden US-Flächen ins Leben zu rufen. Wer für diese Schule die Trägerschaft übernehmen könnte, ist allerdings noch ungewiss.

Mannheimer Morgen: Streiter für die Fakultät

Universitätsmedizin: Politiker wollen Eigenständigkeit
Streiter für die Fakultät

Die Debatte um die Zukunft der Mannheimer Medizin-Fakultät, die zur Universität Heidelberg gehört, beschäftigt die Kommunalpolitik (wir berichteten). Gestern meldete sich auch die Mannheimer Liste zu Wort. Die Freien Wähler unterstützen die Bemühungen der Stadt zum Erhalt der Eigenständigkeit. Für den Fraktionsvorsitzenden, Professor Achim Weizel, ist die Fakultät untrennbar mit dem größten Wissenschaftsstandort der Stadt Mannheim verbunden.

Mannheimer Morgen: Plädoyers für Fakultät

Uni-Medizin: Politiker melden sich zu Wort
Plädoyers für Fakultät

Die Zukunft der Medizin-Fakultät, die zur Universität Heidelberg gehört, bewegt auch die Kommunalpolitik. "Mannheimer Medizin-Fakultät erhalten! Landesregierung muss sich klar zur eigenständigen Fakultät bekennen" - diese Überschrift trägt eine CDU-Presseerklärung. Darin heißt es, die Fraktion widersetze sich vehement Fusionsbestrebungen, weil diese letztlich "nur drauf abzielen, Mannheimer Forschungskonkurrenz auszuschalten und Lehre für Mannheim von Heidelberg aus zu verteilen". "Die Universitätsmedizin ist ein renommiertes Erfolgsmodell in Lehre und Forschung", so der CDU-Bundestagsabgeordnete Prof. Egon Jüttner. Der gesundheitliche Sprecher Dr. Jens Kirsch betont die medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. Für den Erhalt einer eigenständigen Medizin-Fakultät will die Junge Union am morgigen Donnerstagnachmittag in der City (vor Engelhorn) Unterschriften sammeln. Auch die Grünen setzen sich für eine eigenständige Fakultät ein und unterstützen den Lösungsprozess, wie Stadträtin Miriam Caroli mitteilt.

Aus dem Urlaub ließ SPD-Landtagsabgeordnete Helen Heberer, Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses, wissen: "Auf jeden Fall muss es die Absicht aller sein, bestandserhaltende Regelungen zu treffen." Ihr Kollege, der Grünen-Politiker Wolfgang Raufelder, will sich ebenfalls für eine "tragfähige Situation" einsetzen.

Mannheimer Morgen: Hetzparolen verhallen ungehört

Protest: Aktionsbündnis „Mannheim gegen Rechts“ lärmt erfolgreich gegen einen NPD-Auftritt in Neckarau an

Hetzparolen verhallen ungehört

Sie haben es einmal mehr versucht - und mussten doch erneut erkennen, dass Mannheim keinen Nährboden für ihre Ideen bietet: Die rechtsradikale NPD scheiterte wieder einmal mit ihrem Vorhaben, ihre fremdenfeindlichen Hetzparolen in Neckarau zu verbreiten, an einer massiven Wand aus Lärm. Mit Tröten, Trillern und Trompeten kämpften rund 150 Gegendemonstranten unter den Fahnen des Aktionsbündnisses "Mannheim gegen Rechts" erfolgreich gegen Propaganda-Reden und Gesänge der 13 NPD-ler an, die sich am Samstagvormittag kurz nach 11 Uhr vor einem mit den üblichen Parolen beklebten Kleintransporter auf dem Platz vor dem Seilwolff-Center gruppiert hatten. Nach einer starken Stunde war der Spuk vorbei - die gut 120 Polizeibeamten, die den Auftritt umstellt hatten, mussten nicht einmal eingreifen.