Presseecho
Innenstadt: 4000 Euro an Mozartschule übergeben
Auf Anregung der SPD-Landtagsabgeordneten Helen Heberer unterstützt die Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg die Mozartschule in der Innenstadt mit einer Spende von 4000 Euro. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor. "Mit dem Geld werden Teile des Gitterzaunes erneuert und ein Schulgarten angelegt", so Lotto-Geschäftsführerin Marion Caspers-Merk bei der symbolischen Scheckübergabe in Mannheim.
Heberer hatte die Staatliche Toto-Lotto GmbH darauf aufmerksam gemacht, dass im Jahr 2017 das Schulhaus 100 Jahre alt wird und bis dahin die insgesamt 135 000 Euro teuren Arbeiten vollständig abgeschlossen sein sollen. Immer auf der Suche nach Unterstützung für Mannheimer Projekte fand sie Hilfe bei Lotto BW. "Wir möchten mit dieser Spende ein Signal an weitere Unterstützer aussenden", so Caspers-Merk. Erfreut über die Mittel zeigen sich der Schulrektor Volker Keller, und der Unterstützerkreis "Mozartschule".
Die historische Schulanlage soll die teilweise fehlende Sandsteinmauer und das dazu gehörende schmiedeeiserne Zaungitter zurück erhalten. Zum Jubiläum soll dann ein Teil des neu entstandenen Hofs den Schülern zur Verfügung stehen. Die Grundschüler dürfen dann mitten in der Stadt lernen, wie Salat, Gemüse und Zierpflanzen wachsen. Bisher kamen durch Spendenaufrufe und Benefizaktionen rund 22.000 Euro zusammen, mit 20.000 Euro wird sich auch die Stadt Mannheim an dem Projekt beteiligen.
"Gut, dass auch Toto-Lotto Baden-Württemberg sich an dem Projekt beteiligen", so Heberer. Denn das Gemeinwohl ist ein großer Gewinner bei den staatlichen Lotterien und Wetten. Ein großer Teil der Erträge fließt in Baden-Württemberg in den Wettmittelfonds des Landes, über den die Bereiche Sport, Kunst und Kultur, Denkmalpflege und Soziales gefördert werden. Außerdem beziehen Inklusionsprojekte und die Behindertensportverbände weitere Mittel aus dem Wettmittelfonds. Nicht zu vergessen die Erträge aus der Rentenlotterie Glücksspirale, die unter anderem an die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege gehen, in der sich die großen Sozialverbände zusammengeschlossen haben. red
© Mannheimer Morgen, Freitag, 04.03.2016
Soziales: SPD-Ministerin Altpeter zu Besuch in Neckarau
Unser Land wird älter - das birgt Chancen und Herausforderungen. SPD-Landtagskandidat Boris Weirauch (Mannheim-Süd) hatte mit Baden-Württembergs Arbeits- und Sozialministerin Katrin Altpeter (MdL) zur Diskussionsveranstaltung über ein gutes Leben im Alter eingeladen. Gemeinsam mit dem AWO Ortsverein Lindenhof-Almenhof-Neckarau-Niederfeld, der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen und 60+ der SPD begrüßte Weirauch mehr als 40 Genossen im Volkshaus Neckarau. Die Veranstaltung wurde von der noch amtierenden Landtagsabgeordneten Helen Heberer, die Weirauch als ihren Nachfolger vorstellte, moderiert.
Die Ministerin hielt ein "Plädoyer für ein gutes Leben im Alter": "Richtschnur meiner Seniorenpolitik ist, den Menschen im Land auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben und eine aktive Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen", erklärte sie. Die Neuausrichtung der Seniorenpolitik habe die jetzige Landesregierung schon eingeleitet. Durch die 2014 erfolgte Neuausrichtung der Ehrenamtspolitik hätten sie die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen, um das gesellschaftliches Engagement im Alter zu stärken. Auch auf den Wunsch der meisten älteren Menschen im Land, auch bei Unterstützungs- oder Pflegebedarf so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben, habe die Landesregierung bereits reagiert und mit dem neuen Heimrecht, dem Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz (WTPG), eine bundesweit einmalige Vielfalt an Wohnformen geschaffen.
© Mannheimer Morgen, Freitag, 05.02.2016
REUTLINGEN. Das Programm im »Kamino« hatte gestern einiges zu bieten. Am Abend liefen gleich zwei englische Dokumentarfilme. Am Nachmittag wurde der Kurzfilm »Schwarzfahrer« gezeigt – allerdings nur für ein Landespolitiker-Trio, dass es sonst eher mit der Farbe Rot hält. Im Zuge der dreitägigen Klausurtagung der SPD-Landtagsfraktion in Reutlingen machten sich die kulturpolitische Sprecherin Helen Heberer, Martin Rivoir als Vorsitzender des Arbeitskreises Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie die parlamentarische Beraterin Heike Wesener ein Bild vom neuen Reutlinger Kino im Wendler-Areal.
SPD-Landespolitiker im Austausch mit dem Vorstand des Programkinos »Kamino« (von rechts): Helen Heberer (SPD), Heike Wesener (stehend, SPD), Karin Zäh (Kamino), Martin Rivoir (SPD) sowie Andreas Kissel und Klaus Kupke (Kamino).
Am Ende des Kurzfilms und nach Gesprächen mit dem dreiköpfigen »Kamino«-Vorstand Karin Zäh, Andreas Kissel und Klaus Kupke waren die Gäste nicht nur von den überaus komfortablen Sesseln mehr als angetan. »Wir sind außerordentlich begeistert von diesem Kulturangebot, das aus unserer Sicht professionell aufgestellt ist und eine Lücke schließt, die es in Reutlingen seit Langem gab«, sagte Helen Heberer. Die Entstehungsgeschichte empfinde sie als sehr spannend, die Gründung als Genossenschaft als sehr sinnvoll. Das »Kamino«, das seit September täglich Filme zeigt und mittlerweile von 801 Genossen getragen wird, fülle einen Kulturbedarf, der bis in den Schulbereich von Bedeutung sein kann. »Das kann ein kommerzielles Kino nicht«, so Helen Heberer.
Martin Rivoir stand seiner Fraktionskollegin in Sachen Begeisterung in nichts nach: »Ein tolles Projekt!« Im Gespräch mit dem GEA nahm er zu den Fördermöglichkeiten des Programmkinos Stellung – mit einem Versprechen, das der Vorstand und alle Genossen gerne hören.
Aussicht auf Fördermittel
»Wir werden uns in Stuttgart darum kümmern, dass Sie in den Genuss von Fördermitteln kommen können.« Die hierfür zuständige Medien- und Filmgesellschaft (MFG) Baden-Württemberg sieht bislang keine Förderung von Genossenschaften vor. Um diese »Lücke«, so Martin Rivoir, geht es. Man wolle das Förderprogramm der MFG so öffnen, dass auch Genossenschaften wie das »Kamino« berücksichtigt werden. (GEA)
VON ALEXANDER RABE, FOTO: TRINKHAUS
Verabschiedung: Herbert Bangert, Persönlicher Referent der beiden Oberbürgermeister Widder und Kurz, geht in Ruhestand
Freude über die langjährige Zusammenarbeit, gleichzeitig Wehmut, dass er nun geht: Diese Gefühlswelten haben die Verabschiedung von Herbert Bangert in den Ruhestand gestern im Mafinex-Technologiezentrum geprägt. 26 Jahre lang gestaltete er als Persönlicher Referent der Oberbürgermeister Gerhard Widder und Peter Kurz ein Stück Mannheimer Stadtgeschichte mit.
Bangert sei ein Glücksfall und die rechte Hand des Oberbürgermeisters gewesen, die aber auch weiß, was die linke tut, sagte Gerhard Widder. "Ich verdanke ihm, dass die Zahl meiner Fehler überschaubar geblieben ist." Beide Oberbürgermeister hoben seine Loyalität, Erfahrung und Kompetenz hervor. "Ihr Verständnis war immer, die Oberbürgermeister glänzen zu lassen", lobte Gitta Süß-Slania, die Vorsitzende des Gesamtpersonalrats.
4128 Reden und Stichworte (ohne die Etatreden), aufbewahrt in 72 Ordnern - auch diese Zahlen gehören zur Bilanz von Herbert Bangert, der als Persönlicher Referent in 26 Jahren kein Fehltag gehabt habe, wie er erzählte. Bangert gab zu, dass seine Gefühlslage derzeit ambivalent sei: Den Schalter habe ich schon umgelegt, aber der Motor läuft noch nach." Bangert, dem Kurz ein Wasserturm-Foto von Robert Häusser überreichte, brachte auch etwas Tolles aus seiner Heimatgemeinde Laudenbach mit: Die zauberhaften jungen Violinistinnen Amira und Mariam Abou-Zahra sowie Nóra Emödy am Klavier begeisterten die Gäste - mal mit freudig, mal mit wehmütig klingenden Stücken.
Von Redaktionsmitglied Stefan Proetel
© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 21.01.2016