„Nach 35 Jahren sollen unsere Studierenden in Baden-Württemberg endlich wieder an hochschulpolitischen Fragen beteiligt werden und eine starke und organisierte Stimme erhalten, wie das in anderen Bundesländern (bis auf Bayern) selbstverständlich ist, und die Möglichkeit haben sich zu wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Fragestellungen zu äußern“, so begründet die Landtagsabgeordnete Helen Heberer das Vorhaben der grün-roten Landesregierung die Verfasste Studierendenschaft wieder einzuführen. Dabei fördere man gleichzeitig aktiv die politische Bildung an den Hochschulen.
"Innovation und die Energiewende sind keine alleinige Angelegenheit der Industrie", betonte Walter Tschischka, Präsident der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald, beim Empfang am Maimarktstand der Stuckateur-Innung. Damit würdigte er die Ausführungen von Innungs-Obermeister Achim Bauer, der die technische Innovationskraft seines Handwerks unterstrich und anhand eines in die Außenfassade des Schauhauses integrierten Belüftungssystems demonstrierte. Baubürgermeister Lothar Quast (SPD) lobte den Beitrag der Stuckateure zum Umweltschutz. Die Landtagsabgeordnete und Stadträtin Helen Heberer (SPD) hob das gesellschaftliche Engagement der Stuckateur-Innung in der Quadratestadt hervor. den
© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 02.05.2012
Anti-NPD-Demonstration: Aufmarsch der rechtsextremen Partei hält Neckarau lang in Atem/ Mannheimer blockieren Aufmarsch
Glockengeläut der Kirchen übertönt Neo-Nazi-Parolen
Von unserem Redaktionsmitglied Martin Tangl
Um 18 Uhr traten die Neo-Nazis endgültig den Rückzug an. Die Mannheimer hatten ihnen massiv den Demonstrationsweg in der Neckarauer Rheingoldstraße versperrt und unmissverständlich deutlich gemacht, dass die NPD mit ihren dumpfen Parolen in der Stadt nicht erwünscht ist. Als die rechtsextreme Partei zuvor am Marktplatz eine Kundgebung abhalten wollte, läutete die Glocken von St. Jakobus und der Matthäuskirche, erklang laute Musik aus einem Nachbarhaus - und übertönte so die Ansprachen, die erschreckend an Nazi-Deutschland von 1933 bis 1945 erinnerten.
Diskussion: Runde in der Abendakademie spricht über Hilfen für Schulabbrecher
Weiterbildung als Geldfrage
Rund 180 Jugendliche verlassen in Mannheim jedes Jahr die Schule ohne Abschluss. Die Gründe dafür mögen unterschiedlich sein, die Folgen sind meist dieselben: Auf dem Arbeitsmarkt haben sie praktisch keine Chance. Wie diesen Menschen geholfen werden kann, darüber diskutierte am Dienstagabend eine Runde in der Abendakademie. Eines wurde dabei schnell deutlich: Es mangelt vor allem am Geld.
Helen Heberer, SPD-Landtagsabgeordnete und Mitglied im Verwaltungsrat der Abendakademie, moderierte die Veranstaltung. Die Volkshochschule nutze den Abend auch dazu, auf das eigene Bildungsangebot hinzuweisen: Rund 450 Männer und Frauen holen dort ihr Abitur, ihren Real- oder Hauptschulabschluss nach. Drei Absolventen, die bei der Veranstaltung zu Gast waren, lobten besonders die Atmosphäre: "Ich hatte hier mit Menschen zu tun, die mich als Menschen behandeln", sagte Joel Dirago, der an der Abendakademie erst Haupt-, dann Real- und schließlich Gymnasialabschluss gemacht hat.
Ingo Rust ist beeindruckt. "Ich finde es toll, dass sich die Bürger so engagieren", sagt der Finanz-Staatssekretär. 3 000 Unterschriften von Menschen, die in Mannheim gegen den Abriss des Bankpalais in O 4 sind, hatte ihm Christopher Propst von der Mannheimer Liste und Dr. Lothar Stöckbauer vom Verein Stadtbild übergeben. Rust versprach, die Liste Finanzminister Nils Schmid für die nächste Aufsichtsratssitzung der LBBW zu übergeben. Er jedenfalls werde "mit Nachdruck die Interessen der Mannheimer Bürger vertreten". Den Termin gestern im Stuttgarter Landtag hatte die SPD-Abgeordneten Helen Heberer für die Abrissgegner arrangiert. Schmid selbst konnte die Unterschriften nicht persönlich übernehmen, da er gerade mit einer Wirtschaftsdelegation in Russland unterwegs ist.