Helen Heberer

Politik muss menschlich sein.

84 600 Euro für die Erlöserkirche

Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg unterstützt mit den Mitteln in Höhe von 84 600 Euro aus dem Denkmalförderprogramm die Instandsetzung der Natursteinfassade der evangelischen Erlöserkirche in Seckenheim. Die teilten die Mannheimer Landtagsabgeordneten Helen Heberer, Dr. Stefan Fulst Blei (beide SPD) und Wolfgang Raufelder (Grüne) in einer gemeinsamen Presseinformation mit. "Die Erlöserkirche in Seckenheim ist ein besonderes Wahrzeichen und damit von besonderer landesgeschichtlicher Bedeutung. Daher freuen wir uns sehr, dass wir mit den Mitteln aus dem Denkmalförderprogramm den Erhalt dieses Kulturdenkmals unterstützen können", die Abgeordneten.

Die Mittel des Denkmalförderprogramms stammen aus den Erlösen der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg. Mit dem Denkmalförderprogramm hat die Landesregierung im Jahr 2014 in Baden-Württemberg mehr als 400 Vorhaben unterstützt. Aus dem Denkmalförderprogramm werden private, kirchliche und kommunale Vorhaben gefördert.

 

 

Allein für die 41 kirchlichen und kommunalen Vorhaben werden im Rahmen der zweiten Tranche rund 3,23 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung gestellt. Im Südwesten gibt es rund 90 000 Bau- und Kunstdenkmale und rund 60 000 archäologische Denkmale. "Diese Vielfalt ist eine Stärke unseres Landes, in die auch in Mannheim investiert wird", so Heberer, Fulst-Blei und Raufelder abschließend. zg

 

© Mannheimer Morgen, Samstag, 01.08.2015

Giftige Reste der Industriegeschichte

Altlasten: Land finanziert Sicherung und Sanierung von drei Stellen im Stadtgebiet / 830 000 Euro für die Reinigung von verseuchtem Boden und Grundwasser

Rund 830 000 Euro bewilligte das Land Baden-Württemberg für Erkundung und Sanierung dreier sogenannter Altlasten (also Verseuchungen von Boden oder Grundwasser), die weit in die Industriegeschichte Mannheims zurückreichen. An der Entsorgung der zumeist stark gesundheitsgefährdenden chlorierten Kohlenwasserstoff-Verbindungen wird bereits seit langem gearbeitet - das Land Baden-Württemberg gibt dafür derzeit 15 Millionen Euro im Jahr aus - "das ist eine langwierige Aufgabe", wie Sprecher Frank Lorho vom Umweltministerium erklärte.

Altlastenproblem noch 20 Jahre

Minister Franz Untersteller (Grüne) hatte am Donnerstag in Stuttgart den aktuellen Altlastenbericht veröffentlicht: "Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass für eine weitgehende Aufarbeitung des Altlastenproblems mindestens weitere 20 Jahre benötigt werden", sagte Untersteller. Seit Beginn der Altlastenbearbeitung in Baden-Württemberg vor rund 30 Jahren wurden demnach 18 133 Verdachtsflächen im ganzen Land untersucht. Für Mannheim weist die Statistik 64 Altablagerungen, Altstandorte und Altlasten aus. Von verdächtigen Flächen, Altablagerungen und Altstandorten gibt es laut Landesstatistik in Mannheim ungefähr 2500.

Die Landtagsabgeordneten Helen Heberer, Stefan Fulst-Blei (beide SPD) und Wolfgang Raufelder (Grüne) haben mitgeteilt, dass in Mannheim mit dem Geld benzolhaltiges Grundwasser im Umfeld des früheren Gaswerks Luzenberg (geschlossen 1968) und der bereits vor dem Ersten Weltkrieg auf dem Lindenhof aufgelösten chemischen Fabrik Weyl entgiftet werden soll. Zudem sollen Hinterlassenschaften der ehemaligen chemischen Fabrik Badenia (Industriehafen) genauer untersucht und ein Sanierungsverfahren entwickelt werden.

Chemische Fabrik Badenia: Seit 1880 stellte man zunächst in der Waldhornstraße in Neckarau Dachpappe her. Seit 1936 auf dem Gelände in der Industriestraße, und vor allem nach 1945, entwickelte sich die Firma zu einem großen, weit über Mannheim hinaus tätigen Hersteller von Dachpappe, Isolier- und Klebematerial. Hinzu kamen ein Mineralölhandel mit Tanklager, eine Bitumentankanlage und die Produktion von Gussasphalt. 1994 kaufte Shell das Unternehmen auf, 2007 wurde es endgültig geschlossen. Die Altlasten-Erkundung unter der Regie der Stadt Mannheim ergab eine Belastung mit "teerölspezifischen Schadstoffen". Jetzt soll, so Rathaus-Sprecher Dennis Baranski, mit einem qualifizierten Ingenieurbüro ein "effektives Sicherungs- und Sanierungsverfahren entwickelt und umgesetzt werden".

Gaswerk Luzenberg: Die Altlasten auf dem Areal des 1968 stillgelegten Gaswerks Luzenberg, das inzwischen mit Ein- und Mehrfamilienhäusern bebaut ist, werden seit rund 15 Jahren mit einem speziellen mikrobiologischen Verfahren aufgearbeitet. Bei der Beobachtung der Sanierungserfolge fielen den Behörden auch auf einem benachbarten, ebenfalls zum Gaswerk gehörenden Gelände zur Carl-Zuckmayer-Straße hin hohe Benzol-Konzentrationen bei Grundwasser-Messungen auf. Die vorhandene Aufbereitungsanlage soll nun für die Sanierung des benzolhaltigen Grundwassers mitbenutzt werden.

Chemische Fabrik Weyl: Eine "erhebliche Boden- und Grundwasserverunreinigung" durch die Teerdestillation und -verarbeitung liegt in der heutigen Eschkopfstraße am Pfalzplatz (Lindenhof) vor, seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis 1911 Standort entsprechender Industrieanlagen, zunächst der Firma Propfe, später dann der chemischen Fabrik Weyl. 2016 sollen die Untersuchungen abgeschlossen und eine Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen werden.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 24.07.2015

Die „Himmelskugel“ soll weg

Kulturpolitik: Einsturzgefahr – Kunstverein will das Schwemmholz-Werk auf dem Carl-Reiss-Platz in Papier verwandeln

 
 
 
 
 

Im Juni 2014 verstorben: der Künstler und Mediziner Dr. Mo Edoga.

 
 
 

"Nicht geeignet, ewige Zeit durchzuhalten": Die "Himmelskugel" auf dem Carl-Reiss-Platz soll entfernt werden, rechts unten ein Bild von 2005.

© Prosswitz

"Die Stadt ist gefordert und gefährdet!" Auf diesen Punkt brachte es Dr. Rainer Preusche, Ehrenvorsitzender des Kunstvereins. In seiner Ära entstand hinter dem Ausstellungspavillon auf dem Carl-Reiß-Platz die "Himmelskugel" genannte Plastik aus Schwemmholz von Dr. Mo Edoga. Doch nun soll sie weg - aus Sicherheitsgründen. Ein Konzept dazu hat der Kunstverein dem Kulturausschuss des Gemeinderats vorgestellt, der es einhellig billigte.

Das riesige Werk entstand aus einer zunächst kleinen "Himmelskugel", die der Künstler nach seiner Beteiligung an der "Documenta" dem Kunstverein für seinen Innenhof übergeben hatte. Doch das Objekt wuchs immer mehr, war zu Beginn der 1980er Jahre Gegenstand eines kommunalpolitischen Streits. Irgendwann hatte Edoga einfach ohne jegliche Genehmigung begonnen, ständig immer mehr Schwemmhölzer, Zweige und Äste auf der Wiese hinter dem Kunstverein aufzuschichten, diese mit Paketband und Kabelbinder zu verknüpfen (das bezeichnete er als "Ariadnefäden").

Eigentumsrechte unklar

2005 übergab Edoga das mehr als acht Meter hohe Werk, wie er sagte als "Geschenk zum Stadtjubiläum", an den damaligen Oberbürgermeister Gerhard Widder sowie den seinerzeitigen Kulturdezernenten Dr. Peter Kurz. Die Stadt zog - aus Sicherheitsgründen - einen Zaun. Der Künstler arbeitete aber ständig weiter daran, ergänzte da einen Ast, schichte dort Hölzer auf, band sie mal so und wieder anders zusammen - bis kurz vor seinem Tod im Juni 2014 wurde er dort gesehen.

"Seither fällt es immer mehr zusammen, es ist optisch unschön und nicht ungefährlich", so Dr. Andreas Notz, Rechtsanwalt und Vorsitzender des Kunstvereins. Von einer Kugel könne man "schon lange nicht mehr sprechen", im Holz knacke es und man laufe Gefahr, "dass das demnächst zusammenkracht und dann nur noch entsorgt werden kann", so Notz. Von einem "beklagenswerten Zustand" sprach auch Dr. Martin Stather, der Ausstellungsleiter des Kunstvereins. Das Werk sei "nicht geeignet, ewige Zeit durchzuhalten", ergänzte Preusche: Anfangs habe es ohne Zweifel bundesweit Aufsehen erregt und sei ein bemerkenswertes Kunstobjekt gewesen, langsam werde es jedoch gefährlich.

Dabei ist ungeklärt, wem das Werk überhaupt gehört - und wer damit die Verantwortung trägt. "Dem Kunstverein gehört es nicht", betont Notz. Die Witwe des Künstlers sieht sich nicht als Erbin, weil Edoga die Holzkugel ja offiziell der Stadt geschenkt habe. Darüber berichtete damals zwar der "MM", einen "Vorgang", so Kulturbürgermeister Michael Grötsch jetzt im Kulturausschuss, gebe es darüber aber nicht. "Zur Gefahrenabwehr würden wir aber einschreiten müssen", erklärte der Bürgermeister. Doch weder er noch der Kunstverein wollen es soweit kommen lassen.

Dazu präsentierte der Kunstverein den Stadträten eine Idee. Dabei gehe es "nicht darum, das Werk loszuwerden oder zu entsorgen, sondern in einen neuen Zustand zu transformieren", erklärte Stather.

Der Kunstverein schlägt vor, die Kugel abzubauen, die Äste zu zersäge und aus dem Holz kunstvolles Papier zu fertigen - handgeschöpft, vielleicht in der historischen Anlage im Technoseum. So könne das Kunstwerk "auf besondere Art weiterleben", erklärte Notz: "Wir machen etwas Neues, statt es dem Verfall preiszugeben!" Es werde "in einen anderen Zustand zurückgeführt", beschrieb es Preusche. Die Musiker Erwin Ditzner und Claus Boesser-Ferrari seien bereit, zum Abbau der Kugel und zu Ehren von Edoga ein "musikalisches Event" zu gestalten, teilte Stather mit.

"Sehr gut" fanden nicht allein Bürgermeister Grötsch und ML-Stadtrat Prof. Dr. Achim Weizel die Idee, auch bei anderen Stadträten stieß sie auf großen Beifall. "Genial" lobte Helen Heberer (SPD), "sehr originell" ihre Kollegin Dr. Heidrun Kämper, "richtig toll" Dr. Adelheid Weiss (CDU) und von einer "bestechenden Idee" sprach Dr. Gerhard Schäffner (AfD): "Das würde Edoga gefallen", war er überzeugt. "So wird das Werk nicht zerstört", so Kämper.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 15.05.2015

Erinnerungen an die Alte Sternwarte

Aktionsbündnis: Die neue Außenfassade des barocken Gebäudes wurde gefeiert – mit einem 2,3 Kilometer langen Lichtstrahl

Von unserer Mitarbeiterin Maja Lüken

 

Eine Lichterinstallation, die an den "Mannheimer Meridian" erinnern sollte - das war der Höhepunkt des Sternwartenfestes am vergangenen Samstagabend. Grund der Feier: der Abschluss der Außenrenovierung am Gebäude.

"Als kleines Kind war ich da schon drin", erinnert sich Dieter Frick. Er spricht von "Nostalgie", die er beim Anblick der Alten Sternwarte empfinde. Der Baustil sei toll, und auch die naturwissenschaftliche Bedeutung, die das Gebäude früher gehabt habe. Besonders findet er aber den Lichtstrahl, der nach Einbruch der Dunkelheit an den "Mannheimer Meridian" erinnern sollte. "Das ist genial! Was soll ich sonst dazu sagen? Das passt zu unserer Kulturstadt."

Ein Kilometer langer Lichtstrahl

Der Lichtstrahl war mit zunehmender Dunkelheit immer stärker am Himmel zu sehen - von der Plattform der Alten Sternwarte bis zum nördlichen Einmesspunkt, der Pyramide am Mannheimer Industriehafen.

Früher habe der Meridian dazu gedient, die Gegend zu vermessen, erklärt Unternehmer Rolf Götz, der die Idee für den Lichtstrahl hatte. Zunächst dachte er, es sei einfach, ihn so weit leuchten zu lassen. Doch dann merkte er, dass man für die 2,3 Kilometer eine "richtige Großleistung" braucht. Die Berufsfeuerwehr habe dann geholfen, mit einem 45 Meter hohen Kran eine starke Xenon Lampe auf die Plattform der Sternwarte zu heben.

Anscheinend hat sich der Aufwand aber gelohnt. Jürgen Braunwarth, der eigentlich zum SAP Arena Marathon wollte, fiel der Lichtstrahl am Himmel sofort auf. "Das sieht richtig cool aus", findet der 29-Jährige und staunt. Musikalisch begleitet wurde das Ereignis von der Popakademie. Helen Heberer, SPD-Landtagsabgeordnete und Mitglied des Aktionsbündnis "Alte Sternwarte", gab sozusagen das Startsignal zu der Lichtinstallation: "Ich wünsche dem Strahl das richtige Ziel."

Doch bereits lange vor Einbruch der Dunkelheit wurde der Abschluss der Außenrenovierungen an der Alten Sternwarte gefeiert. Ab 16 Uhr konnten Zuschauer bei Musik, Lesungen und Theaterszenen die neue Fassade des Gebäudes bewundern.

"Gerettet" wurde das barocke Bauwerk vom Aktionsbündnis "Alte Sternwarte". Bereits ab 2009 haben sich viele Einzelpersonen, Vereine, Einrichtungen, Unternehmen, die Handwerkskammern, Kultureinrichtungen, Denkmalstiftungen, Lotto Baden-Württemberg, die Behörden, die Stadt, das Land und der Bund zusammengetan und alles versucht in Bewegung zu bringen, was der Sternwarte hilft, so Helen Heberer. "Aus unserer Sicht war es nicht fünf Minuten, sondern wenige Sekunden vor Zwölf", spricht sie den ehemals schlimmen Zustand des Gebäudes an. In einem zweiten Schritt solle nun die Innensanierung voran gehen, und anschließend sei ein kleines Nebengebäude geplant - mit Besuchertoiletten, einer Garderobe und einem Stuhllager. Das Ziel: die Sternwarte öffentlich zugänglich machen.

© Mannheimer Morgen, Montag, 11.05.2015

Die Alte Sternwarte feiert

Von Maja Lüken

Gestern wurde die abgeschlossene Außensanierung der Alten Sternwarte gefeiert - unter anderem mit musikalischen Darbietungen und Lesungen. Höhepunkt des Abends war eine Lichtinstallation, die an den "Mannheimer Meridian" erinnern sollte.

"Die Alte Sternwarte ist ein ganz besonderer Bau für die Stadt Mannheim", so Oberbürgermeister Peter Kurz, der ebenfalls anwesend war und sich über das, was gelungen ist, freute. Mannheim habe nicht viele alte Gebäude, was es um so wichtiger mache, die vorhandenen zu erhalten. Mit gemeinschaftlicher Anstrengung sei die Alte Sternwarte zu einem "Schmuckstück" der Stadt geworden.

 

Etwa ein Jahr liefen die Bauarbeiten für die Sanierung. Bereits im Jahr 2009 schloss sich das Aktionsbündnis zusammen und setzte sich für die Alte Sternwarte ein. Viele Einzelpersonen, Vereine, Einrichtungen, Denkmalstiftungen, Lotto Baden-Württemberg, die Behörden, die Stadt, das Land und der Bund hätten dabei geholfen, so Helen Heberer. "Aus unserer Sicht war es nicht fünf Minuten, sondern wenige Sekunden vor Zwölf", erinnert sich die SPD-Landtagsabgeordnete. Auch Roswitha Henz-Best, stellvertretende Vorsitzende vom Freundeskreis Mannheimer Planetarium, hält die Sanierungsarbeiten für dringend notwendig: "Als ich den Zustand des Gebäudes das erste Mal gesehen habe, habe ich einen Wahnsinns-Schreck bekommen. Wir wussten, dass es schlimm ist, aber dass es so schlimm ist, wussten wir nicht."

Die Baumaßnahmen für die Außenfassade haben bereits eine Million Euro gekostet. Während der Arbeiten seien laut Peter Kurz immer mehr zusätzliche Probleme aufgetreten, die behoben werden mussten. Dennoch habe auch die Unterstützung mit der Zeit zugenommen.

Nun ist zumindest die Außenfassade saniert worden - der erste Teil der geplanten Baumaßnahmen. "Im zweiten Schritt muss die Innensanierung vorangehen", so Helen Heberer. Und das wird wohl noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. "Innen muss noch etliches gemacht werden", sagt Henz-Best.

Wenn sowohl außen als auch innen saniert wurde, steht ein neues Projekt an: Ein kleines Nebengebäude mit Besuchertoiletten, einer Garderobe und einem Stuhllager. Damit soll die Sternwarte öffentlich zugänglich gemacht werden, erklärt Heberer.

Das Gebäude und den Ort hält Oberbürgermeister Peter Kurz für naturwissenschaftlich und kulturhistorisch bedeutsam. Zwar wisse er nicht, wie realistisch das sei, aber nach der Komplettsanierung sehe er in der Alten Sternwarte die Möglichkeit auf ein UNESCO Weltkulturerbe.

Bei klassischer Musik, Theater und Lesungen konnten die Anwesenden die neue Fassade der Alten Sternwarte genießen. Auch für Essen und Trinken war gesorgt, das Ursulinengymnasium öffnete hierfür sein Gelände.

Ein Lichtstrahl bis zum Industriehafen

Der Höhepunkt des Abends war eine Lichtinstallation - ein Lichtstrahl von der Alten Sternwarte bis zum nördlichen Einmesspunkt, der Pyramide am Mannheimer Industriehafen, sollte an den "Mannheimer Meridian" erinnern. "Ein Ereignis mit historischer Tragweite, das wir mit unserer Aktion sichtbar werden lassen wollen", so Heberer.

Seit 1775 gibt es die Alte Sternwarte, mehr als 100 Jahre war sie für Sternenbeobachtungen in Betrieb. Durch Veröffentlichungen im 18. Jahrhundert erfuhr sie internationale Bekanntheit. Ende des 19. Jahrhunderts waren der Turm und seine Ausstattung für die Anforderungen der modernen Astronomie jedoch veraltet. Seit 1936 wird der Turm von Künstlern der Freien Akademie Mannheim bewohnt und als Atelier genutzt.

Sonntag, 10.05.2015