Die Landtagsabgeordnete Helen Heberer lädt Kunstschaffende ein, sich für eine Förderung durch den Innovationsfonds der Landesregierung zu bewerben. „Bis zum 30. März haben Künstler aller Sparten noch Zeit , Ihre Projektentwürfe einzureichen“.
Die aktuelle Ausschreibung mit einer Fördersumme von 1.4 Mio Euro , zielt auf Kulturschaffende im Land mit innovativen Projekten und gliedert sich in die drei Linien „Innovative Projekte“, „Kulturelle Bildung“ und „Kunst und Kultur für das ganze Land“. „Dies ermöglicht es sowohl innovative künstlerische Projekte, interessante Projekte der kulturellen Bildung und die Stärkung lokaler und/oder regionaler kultureller Zusammenarbeit und Identität zu fördern“, betont Heberer.
Bewerben können sich gemeinnützige Institutionen wie Vereine, Stiftungen, öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche Körperschaften, welche dem Ressortbereich des Wissenschaftsministeriums zugeordnet sind. Die Projekte müssen befristet sein und dürfen in der Regel nicht bereits anderweitig durch das Land gefördert werden. Außerdem muss die Finanzierung grundsätzlich einen gesicherten Anteil an Eigen- und Drittmitteln von mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten aufweisen. Das gesamte Fördervolumen beträgt 1,4 Mio. Euro, die Förderhöchstsumme liegt bei 50 000 Euro.
Das Antragsverfahren wurde vereinfacht und erfolgt nun elektronisch. Die Vorlagen für die Online-Anträge sind abrufbar unter:
http://mwk.baden-wuerttemberg.de/ausschreibungen/ und
http://mwk.baden-wuerttemberg.de/innovationsfonds-kunst.
„Ich hoffe auf Bewerbungen aus dem großen Pool unserer regionalen Kultur-Zusammenarbeit in der Metropolregion Rhein-Neckar „ so Heberer
Universitätsmedizin: Politiker beurteilen neue Leitungsstrukturen positiv
Positiv fallen quer durch die politische Landschaft die Reaktionen auf die neuen Eckpunkte einer alten (seit 1964) praktizierten Kooperation in Sachen Universitätsmedizin aus. Am Freitag haben, wie in der Samstagsausgabe ausführlich berichtet, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Mannheims OB Dr. Peter Kurz und der Rektor der Universität Heidelberg, Professor Bernhard Eitel, neue Leitungsstrukturen vorgestellt: Diese sollen die Wissenschaft stärken und gleichzeitig das Miteinander von Krankenversorgung sowie Lehre und Forschung effektiver gestalten.
Die Mannheimer Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Fulst-Blei und Helen Heberer, beide SPD, wie auch Wolfgang Raufelder, Grüne, begrüßen das präsentierte Modell. "Mein Dank gilt allen Beteiligten, die sich in dem Prozess für die Stärkung der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit und für eine hochwertige Krankenversorgung in Mannheim eingesetzt haben", so Raufelder. Das erzielte Verhandlungsergebnis sieht Fulst-Blei auch als Erfolg von Oberbürgermeister Kurz, der sich "sehr für die Interessen der Universitätsmedizin Mannheim eingesetzt" habe. Seine SPD-Kollegin Heberer betont als Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses: "Wichtig ist, dass die Debatten um den Fortbestand der Medizinischen Fakultät und deren Zusammenarbeit mit dem Klinikum vom Tisch sind - und ein mehrfach als herausragend gewürdigter Studiengang erfolgreich weitergeführt werden kann." Das sei für den Standort Mannheim von "hoher Bedeutung".
CDU-Stadtrat Wolfgang Pföhler würdigt als gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion, dass die Wissenschaftsministerin mit der Stadt "offensiv" neue Eckpunkte einer bewährten Kooperation ver-handelt habe. Jetzt gelte es, mit diesen Leitungsstrukturen die Zusammenarbeit tatsächlich zu praktizieren - wie dies über Jahrzehnte durchaus üblich gewesen sei. Bei den handelnden Personen sei "Führungsstärke gepaart mit der Fähigkeit zur Kooperation" gefragt. Pföhler kündigte an, dass er im Gemeinderat wie im Klinikum-Aufsichtsrat einer veränderten Rahmenvereinbarung für die Partner der Universitätsmedizin zustimmen wolle.
"Die Marschrichtung stimmt", kommentiert Professor Achim Weizel, Fraktionsvorsitzender der ML, das von Land, Stadt und Universität gemeinsam erarbeitete Zukunftsmodell der Universitätsmedizin. Auch er sieht als "wesentlich" an, dass die Chancen einer vertieften Kooperation auch tatsächlich genutzt werden. Das Modell soll nun zeitnah dem Gemeinderat, dem Klinikum-Aufsichtsrat, dem Uni-Hochschulrat und dem Landesministerrat zur Zustimmung vorgelegt werden.
© Mannheimer Morgen, Montag, 02.03.2015
Der Hochschulstandort Mannheim ist ein Paradebeispiel dafür, dass im Hinblick auf die örtlichen Strukturen seitens der Studierendenwerke bei räumlicher Nähe viel effektiver agiert werden kann. Dies stellt die SPD-Abgeordnete Helen Heberer und zugleich Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses des Landtags, ergänzend zur Diskussion im Wissenschaftsausschuss am 26. Februar heraus.
Als erstes Beispiel nennt Heberer die Wohnplatzsituation für ausländische Studierende. Zum einen liege die Wohnplatzquote durch den umfangreichen Wohnbau des Studierendenwerks in den letzten zehn Jahren mit nahezu 14 Prozent in Mannheim noch einmal über dem ohnehin schon guten Landesdurchschnitt.
Zum zweiten hätten durch enge Kooperation zwischen Hochschulen und Studierendenwerk die erheblich wachsenden internationalen Austauschprogramme der Mannheimer Hochschulen sofort Niederschlag in der Belegung der Wohnplätze beim Studierendenwerk finden können. 35 Prozent der über 3.100 Wohnplätze beim Studierendenwerk Mannheim seien durch ausländische Studierende belegt, davon wiederum über die Hälft internationale Kurzzeitstudierende. „Natürlich macht der rasche Mieterwechsel dem Studierendenwerk viel mehr Arbeit. Aber für den Hochschulstandort Mannheim ist die internationale Offenheit ein essentieller Vorzug, der in der praktischen Umsetzung die enge Kooperation der Akteure vor Ort verlangt,“ erläutert Heberer.
Mannheim mit 25.000 Studierenden ist in Baden-Württemberg zwischenzeitlich zwar das kleinste Studierendenwerk. Gleichwohl zeigt sich hier in der Kurpfalz, dass auch mittelgroße Studierendenwerke besonders leistungsfähig sein können. So bietet das Studierendenwerk Mannheim nicht nur eine hohe Wohnplatzquote, sondern auch eine außerordentlich hohe Dichte an gastronomischen Einrichtungen. Auf jedem Hochschulcampus wird mindestens eine Mensa oder Cafeteria betrieben, selbst an kleinsten Standorten wie der Popakademie oder der DHBW-Außenstelle in Eppelheim. Neun der zwölf Gastronomiebetriebe wurden in den letzten Jahren neu eingerichtet oder grundlegend saniert. Die Psychologische Beratungsstelle in Mannheim gehört zu den innovativsten und am stärksten nachgefragten bundesweit und das Kinderhaus des Studierendenwerks wurde bereits mehrfach ausgezeichnet für seine hervorragende pädagogische Arbeit mit den Kindern der Studierenden.
„Sowohl in der traditionellen Versorgung wie auch in den innovativen Bereichen leistet unser Mannheimer Studierendenwerk herausragende und im Land sehr geachtete Arbeit“ freut sich Heberer über das hohe Engagement in Mannheim.
Zumeldung zum Pressegespräch von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Rektor Prof. Bernhard Eitel
Die Mannheimer Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Fulst-Blei, Helen Heberer (beide SPD) und Wolfgang Raufelder (Grüne) sehen im heute vorgestellten Modell für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen dem Universitätsklinikum Mannheim und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg eine positive Entwicklung. „Mein Dank gilt dabei allen Beteiligten, die sich in dem Prozess für die Stärkung der wissenschaftliches Leistungsfähigkeit und für eine hochwertige Krankenversorgung in Mannheim eingesetzt haben", so Wolfgang Raufelder.
Dr. Stefan Fulst-Blei sieht das erzielte Verhandlungsergebnis auch als Erfolg des Mannheimer Oberbürgermeisters Dr. Peter Kurz: „Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz hat sich sehr für die Interessen der Universitätsmedizin Mannheim eingesetzt und damit einen Beitrag zu Sicherstellung der hochwertigen Krankenversorgung am Universitätsklinikum Mannheim geleistet."
Die Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses Helen Heberer begrüßt, dass es zwischen Land und Stadt damit zu einer guten Einigung gekommen ist: „Wichtig ist, dass die Debatten um den Fortbestand der Medizinischen Fakultät und deren Zusammenarbeit mit dem Klinikum vom Tisch sind – und ein mehrfach als herausragend gewürdigter Studiengang erfolgreich weitergeführt werden kann. Das ist für den Standort Mannheim von sehr hoher Bedeutung - und dazu kann man nur gratulieren „
Kulturdenkmal: Die äußere Restaurierung der Sternwarte ist abgeschlossen / Aktionsbündnis steht vor großem Turm-Ereignis
Die Aszendenten sollen günstige stehen, wenn im Tierkreiszeichen des Stiers am 9. Mai gefeiert wird: Das Aktionsbündnis Sternwarte bereitet mit Weitblick ein Fest vor, will im und um den Achteck-Turm das ganz große Programm abziehen und auf die Rundumerneuerung des Juwels anstoßen, mit Musik von Barock bis Pop und Führungen von astronomisch bis historisch das Ereignis feiern.
Fünf Jahre sind ins Land gezogen, seit sich das Aktionsbündnis 2010 gegründet hat: Damals bröckelte der Turm auf breiter Front, ganze Gesimse brachen weg, Rost rieselte und korrodierte Eisenstücke drückten aufs Gefüge. Das Baudenkmal aus Carl-Theodor-Zeit stand im Zeichen des Verfalls, ein Bild zum Steinerweichen. Jahrelang verkam das Kulturerbe, zwar wurden vonseiten der Stadt immer mal wieder Vorstöße unternommen, aber nichts bewegte sich. Erst in letzter Sekunde nahte Rettung: Helen Heberer, SPD-Landtagsabgeordente ohne Furcht vor riesigen Aufgaben, schob vor fünf Jahren die Aktion an.
Zusammen mit der Denkmal-Lobby vom Verein Stadtbild, den Freunden des Planetariums, dem Institut für Stadtgeschichte, dem Altertumsverein und der Mozartgesellschaft stellte man sich der Aufgabe. Schritt für Schritt nahm das bürgerschaftliche Bündnis die über 160 Stufen bis zum Ziel. Nach zwei Jahren Außensanierung kann sich das Oktagon in A 4 nun in restaurierter Pracht sehen lassen. 1,4 Millionen Euro sind bislang in das Erscheinungsbild geflossen. Das Land ist mit 500 000 Euro am Projekt beteiligt, über Lotto-BW Einnahmen kommen glückliche 150 000 Euro in den Topf, 250 000 Euro macht die Bundesdenkmalstiftung locker, der Verein Stadtbild investiert 90 000 Euro, mit 50 000 Euro Spenden ist bislang das Bündnis dabei, und die Stadt bringt sich mit 400 000 Euro in die Haus-Aufgabe ein. Unbezahlbar aber der Einsatz aller Sternwarten-Mitstreiter: Die Metallbearbeitenden Handwerker installierten kostenlos die Roste, die Handwerkskammer war mit 500 Euro und Azubis bei der Sache, die Stuckateurinnung schickte ihre Besten aus den Meisterkursen.
Auch das Leitungsteam der Stadt investierte mehr als nur Routine in das Unternehmen "Sternwarte", Ute Wagner und Restaurator Roger Thamm sowie Denkmalschutzexpertin Dr. Monika Ryll behielten Statik und Ästhetik stets im Auge, sorgten dafür, dass die Fenster maßvoll nach barockem Vorbild erneuert wurden oder der Kalkmörtelputz nach alter Art dem Achteck eine barocke Optik gibt.
Jetzt schaut man auch ohne Fernrohr hoffnungsvoll in die Zukunft, auf das Fest auf die Sanierung im Innern, die nun ansteht. Die Erneuerung von Wasser- und Elektroleitungen muss in Angriff genommen werden. Treppenhaus und Toiletten sind in beklagenswertem Zustand, das Foyer und die freigewordenen Stockwerke warten auf Renovierung. Dafür müssen geschätzte 700 000 Euro gestemmt werden. Vor allen Dingen steht die Frage an, was denn nun aus der Sternwarte wird, und wie sie sich das Kulturdenkmal nutzen lässt, wie man das Tor für die Öffentlichkeit aufhalten kann. Damit alle Mannheimer den sensationellen Blick von der Plattform auf die Stadt genießen und in die astronomische Geschichte schauen können, die der Jesuitenpater Mayer im Auftrag des Kurfürsten Carl Theodor in dem Gemäuer schrieb.
© Mannheimer Morgen, Dienstag, 24.02.2015