Presseecho
Regenbogenfahne weht über dem Rathaus
Von Roland Bode
Mannheim. In Sachen Toleranz hat sich in der Quadratestadt viel getan, lobten Redner beim Empfang der Stadt zum Christopher-Street-Day. Dennoch gibt es noch viel zu tun.
Der Vorsitzende des Vereins CSD Rhein-Neckar, Harald Blaull, fordert bei den 2011 anstehenden Landtagswahlen einen politischen Wechsel in Stuttgart. Anlässlich eines offiziellen Empfangs der Stadt Mannheim zum diesjährigen Christopher-Street-Day (CSD) Rhein-Neckar im Kunstverein auf der Augusta-Anlage beklagte der CSD-Chef: "Dieses Land hinkt im Vergleich zu allen Bundesländern den Interessen von Schwulen und Lesben weit hinterher." Enttäuscht zeigte nicht nur er sich darüber, dass Ministerpräsident Stefan Mappus bisher landesweit angebotene Schirmherrschaften und angefragte Grußworte zur weltweit organisierten schwul-lesbischen Polit-Demonstration im Kampf um für Gleichberechtigung und mehr Rechte abgelehnt habe.
Proteste: Politiker ebenfalls gegen eine komplette Schließung der Konsularagentur in M 1
Italiener kämpfen für "ihr Konsulat"
Am 30. September soll die italienische Konsularagentur in Mannheim geschlossen werden. Das wollen in der Region heimisch gewordene Italiener wie auch deutsche Politiker verhindern. Am Donnerstag, 26. August, soll um 16.30 Uhr erneut vor der Einrichtung in M 1,5 für deren Erhalt demonstriert werden.
Ludwigshafen / Metropolregion Rheinneckar / Brüssel - Jutta Steinruck - „Italienisches Konsulat in der Region muss bleiben“ - SPD-Europaabgeordnete für eine italienische Konsularagentur in der Region
Jutta Steinruck unterstützt die Initiative der Mannheimer Landtagsabgeordneten Helen Heberer zur Erhaltung der italienischen Konsularagentur in Mannheim. In einem offenen Brief schreibt die SPD-Europaabgeordnete unter anderem: „Ich weiß als Ludwigshafenerin, dass die knapp 6.000 Italienerinnen und Italiener die Dienste des Konsulats in Mannheim sehr schätzen. Kurze Wege zur Erledigung ihrer Angelegenheiten sollten aus meiner Sicht eine Selbstverständlichkeit sein. Die Geschäfte zukünftig nur in Stuttgart oder Frankfurt erledigen zu können, halte ich für eine unnötige bürokratische Hürde. Zumal wenn es sich um Seniorinnen und Senioren handelt. Aber auch für berufstätige Italienerinnen und Italiener und für Familien ist eine weite Anreise eine hohe Belastung, die es den Menschen zu ersparen gilt.“
Internet: Street-View-Panorama-Bilder von Google stoßen bei Mannheimer Abgeordneten auf großen Widerstand
"Die Haustür muss nicht jeder kennen"
Von unserem Redaktionsmitglied Martin Tangl
Das neue Internet-Angebot "Google-Street-View", der dreidimensionale Stadtplan, soll zum Jahresende auch in Mannheim tiefe Einblicke auf Häuser und Straßen gewähren. Doch wer glaubt, künftig über die Panorama-Bilder die Wohnung seines Abgeordneten in Augenschein nehmen zu können, wird enttäuscht werden. Wenn Mannheim bald virtuell und digital begeh- und sichtbar sein wird, haben die meisten Politiker der Quadratestadt ihr Heim auf den Google-Ansichten längst pixeln, das heißt unkenntlich machen lassen. Den Antrag dafür gibt es im Internet - gestern war er zum Ausschneiden in unserer Zeitung.
Initiative: Parlamentarier kämpfen für Konsularagentur
Politik will Italienern helfen
Die italienische Konsularagentur in Mannheim soll geschlossen werden. Dagegen laufen die Italiener in der Stadt seit Monaten Sturm - und erhalten jetzt Unterstützung von deutschen Politikern. Die SPD-Landtagsabgeordnete Helen Heberer hat ihre Kollegen dazu aufgerufen und erinnert daran: "Im Einzugsgebiet der Konsularagentur in Mannheim leben etwa 20 000 italienische Staatsbürger. Als Metropolregion Rhein-Neckar gehören wir zu den sieben größten Ballungsräumen der Bundesrepublik, mit einer hohen Internationalität in Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Dabei spielen unsere italienischen Mitbürger von Anfang an eine wichtige Rolle."