Presseecho
SPD-Bildungsverein: Mitglieder wählen neuen Vorstand
Weber soll Ehrenvorsitz übernehmen
Bei der Jahreshauptversammlung des Sozialdemokratischen Bildungsvereins hat der Historiker Prof. Dr. Hermann Weber (80, Bild) seinen Vorsitz abgegeben. Seit der Gründung im Jahr 1982 hat er den Verein wesentlich mitbestimmt. In seinem letzten Rechenschaftsbericht blickte Weber denn auch zufrieden auf die vergangenen zwei Jahre zurück. Insbesondere hob er die Veranstaltungsreihe "Bewegte Zeiten. Mannheimer Arbeiterbewegung im Spiegel der Zeit" hervor, die der Bildungsverein im Rahmen des Stadtjubiläums in Zusammenarbeit mit den Jusos präsentiert hatte. Diese neue Form der Kooperation habe ausgezeichnet funktioniert und soll auch in Zukunft fortgesetzt werden.
Bei den Neuwahlen des Vorstands trat Prof. Dr. Weber für das Amt des Vorsitzenden nicht erneut an und begründete diesen Schritt mit seinem Wunsch, einen Generationswechsel einzuleiten. Als neuer Vorsitzender wurde einstimmig Ottmar Konrad gewählt, unterstützt wird er in seiner Arbeit von den beiden Stellvertretern Klaus Becker und Jens Hildebrandt sowie Geschäftsführer Christian Hübel. Als Beisitzer gehören Helen Heberer, Malin Melbeck, Walter Spagerer sowie Walter Spannagel dem Vorstand an.
Konrad dankte Weber für seine hervorragende Arbeit im Bildungsverein. Als Zeichen der Anerkennung soll der Historiker in einem feierlichen Rahmen zum Ehrenvorsitzenden ernannt werden. Der Sozialdemokrat Weber ist renommierter Experte der DDR-Geschichte. tan
Mannheimer Morgen
01. April 2009
Musik: Förderverein startet Aktion für Schulen
Bläser stellen sich neuem Wettstreit
Sie sollen so kräftig blasen, dass dies gar einen Aufwind mit sich bringt - "Aufwind" heißt daher der Wettbewerb, den der Förderverein Mannheimer Bläsermusik nun an den Schulen der gesamten Metropolregion gestartet hat. Die Sieger des musikalischen Wettstreits von Schulblasorchester und Bläserklassen werden am 5. Juli in der Variohalle des Rosengartens gekürt.
Man wolle damit "die musikalische Arbeit der Lehrer und Schüler honorieren und die Motivation der jungen Musiker fördern", erklärt Dr. Hans G. Oel, der Vorsitzende des 2001 gegründeten Vereins, der ideelle wie finanziell zeitgenössische sinfonische Bläsermusik in Mannheim fördert, auch über die Mannheimer Bläserphilharmonie als musikalisches Aushängeschild hinaus.
Aber Oel und seine Mitstreiter haben auch den Nachwuchs im Blick. "Zahlreiche Schulen der Region bieten inzwischen Bläserklassenunterricht an", wo man insbesondere Wert auf die Musizierpraxis lege und teilweise daher bereits eigene Klangkörper gegründet habe.
Stadt und Sponsoren helfen
Für den Wettbewerb gibt es drei Kategorien: Bläserklasse im ersten sowie im zweiten Jahr und sinfonisches Blasorchester oder andere Schulblasorchester. Die drei Bestplatzierten erhalten jeweils einen Geldpreis, die Sieger zusätzlich Sachpreise - etwa ein Euphonium und eine Trompete. Darüber entscheidet eine Jury aus vier Fachleuten aus den Bereichen Blasorchester und Musikpädagogik unter Leitung von Markus Theinert, Dirigent der Mannheimer Bläserphilharmonie.
Dankbar ist Oel, dass - auf Vermittlung der Landtagsabgeordneten Helen Heberer - die Stadt sowie die mannheim:congress GmbH, die Heinrich-Vetter-Stiftung, die Mannheimer Versicherungen und Roche Diagnostics als Sponsoren helfen; zudem die Musikinstrumente von den Herstellerfirmen JA Musik GmbH und Miraphone e.G. gestiftet wurden. pwr
Mannheimer Morgen
28. März 2009
Schwetzingerstadt: Ortsverein nominiert Kandidaten
SPD befürwortet Ringschluss
Der SPD-Ortsverein Mannheim-Ost zieht mit bekannten Namen und Gesichtern in den Wahlkampf für die Gemeinderatswahl 2009. Spitzenkandidat ist der 32-jährige Rechtsanwalt Boris Weirauch, SPD-Ortsvereinsvorsitzender und langjähriger Bezirksbeiratssprecher in der Schwetzingerstadt/Oststadt. Er wurde vom SPD-Kreisverband auf den Listenplatz 11 gesetzt. Auf Platz 19 wurde die Diplom-Sozialpädagogin Nazan Kapan, Leiterin des Internationalen Mädchentreffs des Mannheimer Stadtjugendrings, gewählt. Von Platz 20 geht der Diplom-Volkswirt und amtierende Stadtrat Pantelis Nikitopoulos ins Rennen. Auf Platz 32 wurde Margot Liebscher, Rentnerin und Bezirksbeirätin in Neuostheim/Neuhermsheim, platziert. Das Kandidatenfeld wird von der Landtagsabgeordneten und amtierenden Stadträtin, Helen Heberer, auf Platz 48 komplettiert.
Parkplatznot eindämmen
"Unser Ziel ist es, mindestens zwei Stadträte oder Stadträtinnen für die Schwetzingerstadt/Oststadt und Neuostheim/Neuhermsheim in den am 7. Juni 2009 neu zu wählende Gemeinderat der Stadt Mannheim zu entsenden", so Boris Weirauch, der zugleich auch Mitglied im Kreisvorstand der Mannheimer SPD ist.
Der SPD-Ortsverein fordert in seinem Wahlprogramm die Stärkung des Einzelhandels und fordert entsprechend die strikte Einhaltung des Zentrenkonzeptes. Zudem fordert die SPD Maßnahmen zur Eindämmung der Parkplatznot in der Schwetzingerstadt/Oststadt. "Hier muss etwas passieren, zumal gute Vorschläge aus den Reihen des Bezirksbeirats und der Stadtverwaltung auf dem Tisch liegen", so Weirauch weiter. Ferner wird sich die SPD für die Einrichtung eines Jugendtreffs in der Schwetzingerstadt/Oststadt stark machen.
SPD-Stadtrat Nikitopoulos befürwortet die Einbeziehung dieser Forderungen in einem gemeinsam mit den Bürgern zu erstellenden Entwicklungskonzept für die Stadtteile Schwetzingerstadt/Oststadt.
Stadtbahn soll rund fahren
Im Stadtbezirk Neuostheim/Neuhermsheim setzt sich die SPD auch weiterhin für eine Befahrung des sogenannten Ringschlusses durch die Stadtbahn ein. "Es ist für uns nicht nachzuvollziehen, dass man erst die Stadtbahnverbindung zwischen Neuostheim und Neuhermsheim baut und dann nur in unregelmäßigen Abständen befahren lässt", erklärt dazu die zuständige SPD-Bezirksbeirätin Margot Liebscher. red
Mannheimer Morgen
25. März 2009
Kleidung: Berufsschüler zeigen mit Modenschau, wie schnell die Trends wechseln
Neue Mode aus altem Stoff
Ein neues Kleid aus einem alten Kleid und einer Bluse, eine Jacke aus einem Vorhang, ein zauberhaftes Brautkleid aus Gardinenstores: "Fashion, from catwalk to trashwalk" (Mode, vom Laufsteg zum Abfallweg), erstrahlte in neuem Glanz als "Refashion", from trashwalk to catwalk. Schüler der Justus-von-Liebig-Schule zeigten im Jugendkulturzentrum Forum junge, kreative und trendige Mode, die aus bereits gebrauchten Materialien hergestellt wurde - Mode, die den Zuschauern, darunter auch die Landtagsabgeordnete Helen Heberer, Stadträtin Regina Trösch und zahlreiche Bezirksbeiräte, erkennbar Spaß machte. Die Modenschau war der Abschluss des jahrgangsübergreifenden Recyclingsprojektes "Refashion" der Textilabteilung der beruflichen Schule.
Bei dem Projekt, das im September 2008 begann, setzten sich die Schüler mit dem Thema Textilrecycling auseinander. Sie stellten fest, dass durch die immer kurzlebigere Mode Kleidungsstücke zu schnell zur Altkleidersammlung gegeben werden: in Deutschland bis zu 750 000 Tonnen pro Jahr. Umweltbewusst beschäftigten sich die Schüler im Schuljahr 2008/2009 mit den Recyclingmöglichkeiten von Alttextilien. Sie sammelten Berge von Altkleidern und aussortierten Heimtextilien und ließen sich von diesen Materialien zu neuen Bekleidungskreationen inspirieren.
Projektleiterin Marianne Sienknecht bekannte, dass sie anfangs schon ein bisschen Angst gehabt hätten bei dem Gedanken an so viel Altmaterial. Sie berichtete über die Verwandlung der Schüler. Viele, die erst skeptisch waren, wurden immer kreativer, begeisterter und haben sich am Ende selbst übertroffen. 87 Modelle haben die Schüler insgesamt angefertigt, von verspielten Kleidungsstücken mit viel Rüschen, Spitzen und Stickereien bis zu futuristischer Mode aus Metallstoffen - schrill und abgefahren: Höhepunkt der gekonnt und mit einem Augenzwinkern präsentierten Modenschau war der Auftritt eines prächtig gekleideten Liebespaares aus der Mozartzeit.
Eine Körperpflegeklasse kümmerte sich um die Frisuren und das Make-up der 35 Models. Schüler der Friseurklassen zeigten experimentellen Kopfschmuck aus Abfallprodukten. Eine Raumausstatterklasse "pimpte" alte Stühle auf. Eine Kooperationsklasse - eine berufsvorbereitende Klasse mit Schülern aus Förderschulen - fertigte die Dekorationsobjekte. Schulleiterin Elsbeth Ruiner dankte allen Beteiligten für diese "Superschau". Sie zeigte, wie wichtig der traditionelle Beruf "Schneider/in" sein kann, "dass es auch anders geht in unserer Konsumgesellschaft". Durch die zwei aufeinanderfolgenden Modenschauen mit jeweils 300 Gästen führte Isabelle Adjadi. Im Foyer gab es eine Ausstellung zum Entstehungsprozess des Projekts sowie Produkte zum Thema. ost
Mannheimer Morgen
25. März 2009
Nationaltheater: Tariferhöhung leichter auffangen
Land zahlt mehr Geld
Das Nationaltheater kann sich über eine zusätzliche Finanzspritze von 634 900 Euro für das laufende Jahr aus dem Landeshaushalt freuen. Das hat der Stuttgarter Landtag beschlossen. Damit wolle man sich, so die beiden Mannheimer SPD-Abgeordneten Helen Heberer und Dr. Frank Mentrup, an den gestiegenen Kosten aus den Tarifverhandlungen beteiligen. Mentrup, zuständiger Berichterstatter im Finanzausschuss, sagt, dies sei "nicht zuletzt den engagierten Bemühungen meiner Kollegin Heberer als kulturpolitischer Sprecherin zu verdanken".
Fernziel Landesbühne?
"Durch das Einfrieren des Landeszuschusses und die Erhöhung aufseiten der Stadt bei den letzten Etatberatungen stimmte das Verhältnis zwischen beiden Zuschussgebern schon lange nicht mehr", erklärte Heberer. Sie habe zumindest versuchen wollen, dem Theater zu helfen, damit es die Tariferhöhungen leichter auffangen könne. Ihr "Fernziel", so Heberer, sei aber, dass das Nationaltheater "einen Zuschuss bekommt wie eine Landesbühne". Dies könne man aber "nur langsam und vorsichtig angehen", meinte sie.
"Das ist ein Einsatz, der uns unheimlich freut", sagte Generalintendantin Regula Gerber dazu. Direkte Informationen zur Zuschusserhöhung lägen ihr aber noch nicht vor. "Wenn sich der Betrag wirklich bestätigt, würde er uns enorm helfen, die Mehrkosten der Tariferhöhung abzudecken", erklärte sie. Leider bestünde sonst die Gefahr, dass die zusätzlichen Ausgaben für Löhne und Gehälter "den geringen Betrag, den wir für die Kunst haben, immer mehr auffressen", so Gerber. pwr
Mannheimer Morgen
25. März 2009