Radler erobern die Mannheimer Quadrate
Von Thorsten Langscheid
Mannheim. Beim Radsalon auf den Kapuzinerplanken und der vierten großen Fahrrad-Demo in der Innenstadt drehte sich alles um die Zukunft des umweltfreundlichen Radverkehrs in Mannheim.
Das Fahrrad wurde nicht nur in Mannheim vor fast 200 Jahren erfunden, es ist auch in der Zukunft ein unverzichtbarer Baustein des Stadtverkehrs und des Bildes, das Mannheim von sich selbst nach außen vermittelt. Darüber waren sich gestern Erster Bürgermeister Christian Specht (CDU) und der Stadtrat und Fahrrad-Verkehrspolitiker Gerhard Fontagnier (Grüne) ebenso einig wie Lutz Pauel von der Werbegemeinschaft Mannheim-City, Johann W. Wagner vom Stadtmarketing und Peter Roßteutscher vom Büro des Oberbürgermeisters. Denn Mannheim, so Wagners Slogan, "ist die Stadt, in der die Räder laufen lernten!"
125 Jahre Automobil: Fernfahrt endet heute im Ehrenhof / Start gestern in den Planken bei "idealem Schnauferlwetter"
Oldtimer knattern auf Berthas Spuren um die Wette
Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid
Mannheim ist an diesem Wochenende der unumstrittene Mittelpunkt der Autowelt: Seit gestern knattern an die 200 Veteranen der Mobilität auf Bertha Benz' Spuren durch die Region zwischen der Quadratestadt und Pforzheim. Heute werden die Oldtimer - zumindest die bis Baujahr 1931 - im Ehrenhof des Schlosses von der Bertha-Benz-Fahrt zurück erwartet (gegen 15 Uhr).
Beim Start gestern Vormittag in den Planken erwiesen die Oldtimer-Besitzer und trotz des Brückentags Tausende Mannheimer der Erfinder-Ehefrau Bertha Benz die Ehre. Sie war es, die im August 1888 mit ihren beiden 13 und 15 Jahre alten Söhnen Eugen und Richard auf die über 100 Kilometer lange Fahrt ging - über Feldwege, ohne Straßenschilder oder Wegweiser - und eindrucksvoll unter Beweis stellte, welche Möglichkeiten in Carl Benz' Erfindung stecken.
Die Landtagsabgeordnete Helen Heberer weist die Grundschulen auf ein interessantes Projekt der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) hin, die in diesem Jahr erneut einen Trickfilm-Wettbewerb für die baden-württembergischen Grundschulen organisiert.
Stolz ist sie darüber, dass bisher Mannheimer Schulen stets erfolgreich teilgenommen haben ‚“wie schön wäre es, wenn dies auch in diesem Jahr gelänge“ so Heberer.
Das Projekt beginnt nach den Sommerferien und endet im Mai 2012. Ziel ist die Produktion eines Trickfilms durch Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 1 bis 4.
Die Landtagsabgeordnete Helen Heberer weist Kreative und Mannheimer Schulen auf das Programm „Kulturagenten für kreative Schulen“ hin, das von der Kulturstiftung des Bundes und der Stiftung Mercator initiiert wird, und auch vom baden-württembergischen Kultusministerium unterstützt wird.
Die Idee Kulturagent/innen zur Unterstützung und Entwicklung von künstlerischen Projekten und Angeboten kultureller Bildung an Schulen einzusetzen, ist im Landes-Fachbeirat „Kulturelle Bildung“, dem Heberer angehört, entstanden. Heberer weiß, dass Kunst und Kultur wichtige Bausteine für die Persönlichkeitsbildung und die schulische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen darstellen.
Dass Mannheim im Rahmen der Zuschussmittel Baden-Württembergs für Schulbauförderung, die landesweit im Jahr 2011 mit über 52,1 Millionen Euro aus Mitteln des kommunalen Finanzausgleichs gefördert werden, ebenfalls profitieren wird, erfreut die Landtagsabgeordnete Helen Heberer.
Sie begrüßt deshalb die Bewilligung der Mittel für die Generalsanierung der Pestalozzi Grund- und Hauptschule in Höhe von 1.386 Millionen Euro. Weitere Schulsanierungen und Standortumwandlungen stehen in Mannheim an, für welche sie ebenfalls baldige Zusagen erhofft.