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Freundeskreis stößt zahlreiche Projekte an / Wolfgang-Wacker-Preis an die „Stimmen des Sternentheaters“ Karin Schroeder und Peter Rühring
Drei Monate lang wird das Planetarium in diesem Sommer schließen - voraussichtlich in den Monaten Juli, August und September. Dies kündigte der Direktor des Sternentheaters, Dr. Christian Theis, beim Neujahrsempfang des Freundeskreises des Planetariums an. Wie bereits berichtet, wird in dieser Zeit die neue, an die drei Millionen Euro teure digitale Vollkuppel-Projektionstechnik eingebaut - "wir brauchen das, um zur zweidimensionalen Projektion des Sternhimmels auch die dritte Dimension ins Haus zu holen", erklärte Theis die Vorzüge der neuen Technik, die den 2002 eingebauten Zeiss-Universariumsprojektor ergänzen soll.
Zusätzlich wird an der Südseite des künstlichen Sternhimmels unter der Kuppel eine kleine Bühne für Veranstaltungen ein- und die Bestuhlung entsprechend umgebaut werden. Damit wird das Planetarium zwar "nur" noch etwas mehr als 200 Sitzplätze haben, wegen der auf den südlichen Himmel konzentrierten Projektionstechnik werden aber faktisch zumeist nur rund 170 der tatsächlich vorhandenen 277 Dreh-Lehnsessel genutzt.
Ehrlich gerührt und mit großer Freude reagierten die Schauspieler Karin Schroeder und Peter Rühring, die in diesem Jahr den Wolfgang-Wacker-Preis des Freundeskreises erhielten. Drei Jahrzehnte lang wirkten die beiden beliebten Schauspieler, die in den 1970er und 1980er Jahren dem Nationaltheater-Ensemble angehörten, als Sprecher für die Planetariumsprogramme und wuchsen den Mannheimern, wie es der Laudator und Preisträger des Vorjahres, Pfarrer Norbert Dietel, ausdrückte, als die "Stimmen des Sternentheaters" ans Herz. Bislang rund drei Millionen Besucher folgten ihren Stimmen bei Erklärungen der komplizierten Himmelsmechanik und Beschreibungen der grandiosen Schönheit des Universums.
Der Vorsitzende des Freundeskreises, Dr. Wolfgang Wacker, sowie seine Vorstandskollegen Roswitha Henz-Best, Gunter Schulz und Landtagsabgeordnete Helen Heberer (SPD) berichteten aus der Arbeit des Vereins, der nicht nur zu den mitgliederstärksten Vereinen in der Stadt gehört, sondern immer wieder mit vielfältigen und für ganz Mannheim bereichernden Projekten von sich reden machte. Gut 500 Mitglieder, so Henz-Best in ihrem Rechenschaftsbericht, zählen sich derzeit zu dem Freundeskreis.
Die Sternenfreunde, wie Heberer erläuterte, sind dabei eine der treibenden Kräfte des bürgerschaftlichen Aktionsbündnisses zum Erhalt der alten Sternwarte, deren Außensanierung jetzt mit Hilfe von Geldern aus Landes- und Bundesstiftungen, von der Stadt Mannheim sowie von Mannheimer Spendern abgeschlossen werden konnte. Nun gehe es, so die Landespolitikerin, darum, mit zusätzlichen Spenden auch das Innere des Barock-Turms sorgfältig wieder in Stand zu setzen.
Ein weiteres "Großprojekt" des Freundeskreises des Planetariums erläuterte Gunter Schulz. Die Planetenallee in der Augustaanlage sei von der planerischen Seite praktisch fertig vorbereitet, nachdem inzwischen ein sehr gutes Einvernehmen mit den städtischen Behörden hergestellt werden konnte. Mit den Bauarbeiten für den astronomischen Lehrpfad könnte demnach noch in diesem Jahr begonnen werden. Bis Sommer 2016 soll alles fertig sein und die auch digital abrufbaren Markierungen für die Körper des Sonnensystems im Boden der neuangelegten Augustaanlage eingelassen worden sein.
© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 28.01.2015
Rhein-Neckar. Zwei Projekte in der Metropolregion Rhein-Neckar haben die Chance, Fördergelder von jeweils bis zu fünf Millionen Euro zu bekommen. Das teilten gestern die baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Stefan Fulst-Blei (SPD), Helen Heberer (SPD) und Wolfgang Raufelder (Grüne) mit.
Demnach wurden das Projekt "Business Development Center Medizintechnologie" mit der Stadt Mannheim als Träger und das Projekt "Business Development Center Organische Elektronik" mit dem Technologiepark Heidelberg als Trägerin beim Landeswettbewerb "Regio Win" ausgewählt. Damit können beide Initiativen einen Förderantrag für Mittel der Europäischen Union stellen. Die Förderung beträgt jeweils zwischen 100 000 Euro und fünf Millionen Euro. mig
Samstag, 24.01.2015
Mannheim profitiert von einem neuen Förderprogramm der Landesregierung. Demnach erhalten die "Klapsmühl" am Rathaus, das Figurentheater Mannheimer Puppenspiele und das Theater Tig7 in G 7 ab dem kommenden Jahr mehr finanzielle Unterstützung. Darauf hat die Landtagsabgeordnete Helen Heberer (SPD) hingewiesen. Heberer ist auch kulturpolitische Sprecherin ihrer Fraktion im Landtag.
Konkret bekommen die sogenannten Klein- und Figurentheater im Land 400 000 Euro jährlich zusätzlich. In Mannheim soll sich das so auswirken: Die "Klapsmühl" bekommt künftig 28 000 Euro vom Land pro Jahr als Förderung, das Figurentheater Mannheimer Puppenspiele 15 000 Euro und das Theater in G 7 dann 50 000 Euro. Heberer betonte die kulturelle Bedeutung der kleinen Einrichtungen. bro
© Mannheimer Morgen, Montag, 08.12.2014
Kunst: Mannheimer Initiative erhält Besuch aus Stuttgart
Mehr Geld für Nachlässe?
Neue Hoffnung auf finanzielle Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg darf sich die Initiative "Künstlernachlässe Mannheim" machen. Die Interessengruppe, die einen großen Teil des Nachlasses von acht regional bedeutenden Künstlerinnen und Künstlern aufbewahrt, hat gestern Besuch von Politikern bekommen.
Grund ist ein Antrag der Stuttgarter Landtagsabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch (CDU) im Landtagsausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst, der von der Mannheimer Abgeordneten Helen Heberer (SPD) geleitet wird. Der Antrag greift die Thematik der Künstlernachlässe auf und stellt die Frage nach dem möglichen Nutzen eines zentralen Archivs.
Wie Heberer berichtet, habe Gurr-Hirsch daher gestern mit mehreren lokalen Stadträten und dem Mannheimer Kulturbürgermeister Michael Grötsch die Mannheimer Initiative besucht, um sich über deren Arbeit zu informierten. Auf dem Programm stand die Besichtigung des Kunst-Depots der Nachlass-Initiative, die in einer ehemaligen Lagerhalle Hunderte von Kunstwerken aufbewahrt. Außerdem habe es einen Meinungsaustausch mit Mitgliedern der Initiative gegeben.
Heberer fordert zentrale Datei
Nachdem sie sich eine zentrale Einrichtung für Künstlernachlässe in Nordrhein-Westfalen angeschaut hat, favorisiert Heberer für Baden-Württemberg eine andere Variante. Aus "identitätsstiftenden Gründen" schlägt sie vor, die Nachlässe in den jeweiligen Regionen zu belassen, aber eine zentrale Landesdatei zu erstellen, auf die man landes- und bundesweit zurückgreifen könne. Weiterhin plädiert sie für eine zentrale Internetseite; diese könnte "mit Abbildungen und Daten der Künstler und ihrer Werke jederzeit von überall eingesehen und genutzt werden", schlägt die Landtagsabgeordnete vor. Eine Lösung, die sie für praktikabel und finanziell überschaubar hält. gespi
© Mannheimer Morgen, Freitag, 12.09.2014