Presseecho
Innenstadt
Jan Wenzel bei "look and listen"
Zur sechsten Folge des Veranstaltungsreigens "look and listen" erwartet die Freie Kunstakademie Mannheim am Dienstag, 24. November, den Künstler Jan Wenzel. Der gebürtige Leipziger ist bekanntgeworden durch seine Automatenfotografie. Zunächst ließ er sich von öffentlichen Passbildautomaten ablichten. Dann baute er selbst Fotoautomaten und holte sowohl Personen als auch Gegenstände vor diese starre Kamera. Diese bewegen sich, so dass mit vier hintereinander geschossenen Bildern eine Inszenierung entsteht. Jan Wenzel stellt diese Technik in einem Vortag über Fotoautomaten und die Kunst, neue Gebrauchsanweisungen zu erfinden, vor. Beginn ist um 18.30 Uhr in den Räumen der Kunstakademie im Herschelbad, U 3, 1. Die Veranstaltungsreihe steht unter der Schirmherrschaft der SPD-Landtagsabgeordneten Helen Heberer. kur
Mannheimer Morgen
20. November 2009
Nationaltheater: Schnawwl-Modellprojekt für die Landesstiftung abgeschlossen
Wo ganz kleine Kinder kreativ sein können
Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge
Die Bedenken waren groß, riesengroß. Theater mit zwei- oder dreijährigen Kindern - viele ihrer Kollegen ebenso wie Erzieherinnen glaubten nicht, dass das überhaupt geht, erinnert sich Schnawwl-Direktorin Andrea Gronemeyer. Aber es geht doch, wie das Kinder- und Jugendtheater des Nationaltheaters mit sieben Mannheimer Kinderhäusern für ein Modellprojekt für die "Stiftung Kinderland Baden-Württemberg" bewies. Gestern wurde es vorgestellt.
Einmal ist es nur ein Kochlöffel, der die Hauptrolle spielt. "Lotta" heißt er, hat ein buntes Kleidchen an, zieht es aber aus. Nur mit diesem Requisit stellen die Kinder imaginären Kartoffelbrei her, weil sie sich Kartoffeln wie den großen Topf einfach vorstellen. Waschen, schnippeln, salzen, kochen und stampfen - das können sie wunderbar, so als gäbe es die Kartoffeln wirklich.
SPD-Parteitag: Mannheimer in Dresden so stark vertreten wie lange nicht mehr / Nachwuchs mit Wilhelm-Dröscher-Preis geehrt
Mit Widder und stolzen Jusos
Von unserem Redaktionsmitglied Steffen Mack
Auf SPD-Bundesparteitagen ist Gerhard Widder lange nicht mehr gewesen. Doch die rund sechsstündige Fahrt nach Dresden nahm er auf sich. Nicht nur, weil der frühere Oberbürgermeister nun mehr Zeit hat. Widder wollte sehen, ob seine Partei "ihre neue Rolle annimmt". Denn eine starke Opposition sei in der Demokratie genauso wichtig wie die Regierung. So sitzt der 69-Jährige in der letzten Gästereihe der überfüllten Dresdner Messehalle. Und ist mit dem, was er hört, sehr zufrieden. Franz Müntefering habe mit einer beeindruckenden Abschiedsrede die Richtung vorgegeben, findet Widder: "Zum einen hat er das Vergangene sehr gut analysiert, zum anderen den Blick nach vorne gerichtet." Im Gegensatz zu anderen Zuhörern vermisste Widder beim scheidenden Vorsitzenden kein klares Schuldeingeständnis für die verheerende Niederlage bei der Bundestagswahl: "Ein Scherbenbericht könnten wir jetzt nicht gebrauchen."
Auch die Mannheimer Delegierten Helen Heberer und Petar Drakul sind begeistert. Besonders der Auftritt des neuen SPD-Chefs hat es ihnen angetan. "Am besten gefällt mir zum einen, dass Sigmar Gabriel die kommunale Basis stärker einbeziehen will", sagt Drakul, "zum anderen, dass er die SPD als Integrationspartei charakterisiert." Das werde man in seinem Ortsverein Innenstadt mit Freuden hören, so der stellvertretende Vorsitzende.
Seckenheim: "Neckar-Bote-Singers" feierten im voll besetzten Pfarrzentrum musikalisch-närrisches Jubiläum
Seit 33 Jahren "unbequem, aber stets fair"
Von unserem Mitarbeiter Hartwig Trinkaus
Voll besetzt war das Pfarrzentrum St. Clara, in das die "Neckar-Bote-Singers" zu ihrer närrischen Geburtstagsfeier eingeladen hatten. In dreimal elf Jahren hat das Quartett nicht nur den Weg in die Herzen der Seckenheimer Narren, sondern auch viel Anerkennung im regionalen Umfeld gefunden.
Die Besonderheit von Marion Kreisel, Reginald Blümmel, Clemens Schlenkrich und Jürgen Zink ist, dass sie es als "Neckar-Bote-Singers" nicht nur verstehen, mit selbst komponierten Stimmungsliedern - wobei der "Kurpfälzer Narrenmarsch" als Hymne regionaler Fasnacht besonders herausragt - für beste Laune zu sorgen. Sie halten daneben Politik, Kommunal- und Lokalgeschehen mit ihrem in der Region einmaligen, in den Prunksitzungen der Zabbe gesungenen Protokoll, gekonnt den Spiegel vor. Dabei, so bestätigte der frühere Seckenheimer Gemeindesekretär und Ilvesheimer Altbürgermeister Roland Esche in seiner Laudatio, sei das Quartett oft unbequem, aber immer fair und treffend gewesen.
Polizei: Heberer bei Kooperation der drei Gewerkschaften
Drängen auf L 6-Ausbau
Die Kooperation Mannheimer Polizeigewerkschaften und die SPD-Landtagsabgeordnete Helen Heberer haben eine neue Initiative gestartet, um die ins Stocken geratenen Pläne für die Sanierung und einen Anbau für das Polizeipräsidium doch noch zu realisieren.
Die aus der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und dem Bund Deutscher Kriminalbeamten (BDK) bestehende Kooperation will sich bis zu den Landtagswahlen 2011 "permanent dem Thema Anbau widmen und dazu die Bevölkerung mit Flugblattaktionen einbinden", wie Egon Manz (DPolG) auch im Namen von Thomas Mohr (GdP) und Hans-Peter Alcnauer (BDK) ankündigte. Bei einem Gespräch mit Heberer trugen sie ihr noch einmal die lange Geschichte dieses Projekts vor. "Immerhin ist seit 2002 von Ministerpräsident Oettinger persönlich der Baubeginn versprochen, und da wundert man sich, wenn im Keller lediglich zwei Wände niedergerissen und neu eingezogen wurden, um Duschen einzubauen", staunte Heberer. "Gleichzeitig gibt es Amtszimmer, in welchen sich nach starken Regenfällen Pfützen bilden." Das seien "unhaltbare Zustände, die keine Form der Anerkennung gegenüber einer Berufsgruppe sind, die wir so gerne als Freund und Helfer bezeichnen", so Heberer. Sie hält die Auskunft des Finanzministeriums, es gebe keine Investoren für den Anbau (den das Land dann mieten will), für einen Vorwand - denn sowohl bei ihr als auch bei den Gewerkschaften haben sich interessierte Firmen gemeldet. pwr
Mannheimer Morgen
6. November 2009