Helen Heberer

Politik muss menschlich sein.

Mannheimer Morgen: "Das Gestern nicht vergessen"

Religionen: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit feiert 50-jähriges Bestehen

"Das Gestern nicht vergessen"
Von unserem Redaktionsmitglied Simone Kiß-Epp

Sich verstehen lernen bei gegenseitiger Achtung aller individuellen Unterschiede - seit 50 Jahren arbeiten in Mannheim Menschen am interreligiösen Dialog, um nach den schrecklichen Ereignissen der Schoa das lähmende Schweigen zwischen Juden und Christen zu durchbrechen und die Zukunft hier in der Region gemeinsam zu gestalten. Ihr Jubiläum feierte die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Rhein-Neckar jetzt mit einem Festakt im Jüdischen Gemeindezentrum.

"Am Heute und Morgen bauen, ohne das Gestern zu vergessen", benannte Stadträtin und Landtagsabgeordnete Helen Heberer die Aufgabe der Gesellschaft, der sie im Namen der Stadt gratulierte. Sie erinnerte an die Deportation von 2000 Mannheimer Juden im Oktober 1940 und an das Zitat von Primo Levi - "es ist geschehen, also kann es wieder geschehen". In diesem Satz stecke die Forderung nach Neugestaltung, und die christlich-jüdische Gesellschaft habe diese Forderung aufgenommen. "Ein persönliches Anliegen, ja sogar ein Bedürfnis" war es auch der Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse, der Gemeinschaft für ihr 50-jähriges Wirken Dank zu sagen: "Ihre Tätigkeit ist segensreich und rührt an das, was die Gesellschaft im Innersten zusammenhält."

Mannheimer Morgen: Reichardt: Rückkehr im November

Politik: Klaus Dieter Reichardt will ab dem nächsten Monat wieder im Landtag sein

Reichardt: Rückkehr im November
Von unserem Redaktionsmitglied Timo Schmidhuber

Die Sitzungswoche vom 24. bis 26. November im Stuttgarter Landtag ist eine ganz besondere für Klaus Dieter Reichardt. Denn da will der CDU-Abgeordnete ins Parlament zurückkehren - nach einer Pause von fast zwei Jahren, zu der ihn sein Autounfall im Dezember 2007 zwang. Der 55-Jährige hatte dabei schwere Kopfverletzungen erlitten und ist seitdem krankgeschrieben.

Mannheimer Morgen: Mehr als Schlafsack und Hagebuttentee

Jugendherberge: Investitionen von 12,3 Millionen Euro

Mehr als Schlafsack und Hagebuttentee
Von unserem Redaktionsmitglied Katrin Filthaus

Seit 30 Jahren plante der Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH), die Herberge in Mannheim zu erweitern und zu sanieren. Gestern war es dann so weit: Mit einem Spatenstich wurden die 12,3 Millionen Euro teuren Bauarbeiten von Frieder Kiefer, dem stellvertretenden Vorsitzenden des DJH Landesverbandes, eröffnet. An seiner Seite stießen Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner, Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, die Landtagsabgeordnete Helen Heberer und der verantwortliche Architekt Mario Boser die Spaten auf ein "gutes Gelingen" in die Erde. Als ein "wichtiges, fast denkwürdiges Ereignis", bezeichnete Kiefer den Spatenstich und dankte für die Unterstützung der Stadt, die der Jugendherberge (Juhe) das Grundstück zum "günstigen Erbbauzins" überlässt. Weitere Unterstützung sei wichtig, betonte er: "Die Pavillon-Erneuerung für 800 000 Euro mussten wir zurückstellen, weil unsere Kassen leer sind." Der Stadt Mannheim ginge es ja nicht anders, "aber", so wandte er sich an OB und Stadträte, "vielleicht können zwei, die wenig haben, zusammenlegen?" Das konnte der Oberbürgermeister nicht zusagen, er betonte aber die Wichtigkeit dieses "lang erwarteten" Tages für die Stadt Mannheim. Das zeige die Anwesenheit von Vertretern aller Gemeinderatsfraktionen.

Mannheimer Morgen: Freude über "großes Interesse"

Eröffnung: Drei laute Böller der Salutschützenabteilung der Schützengesellschaft 1744 geben Startschuss für die Kerwe

Freude über "großes Interesse"
Von unserem Redaktionsmitglied Dirk Jansch

Im vergangenen Jahr hatte man sie vermisst, um so größer war die Freude, dass die Kerwe 2009 wieder von der Salutschützenabteilung der Schützengesellschaft 1744 eröffnet wurde, und manch ein Schütze konnte es kaum abwarten, endlich die drei Bollerschüsse abzugeben, bei denen sich die versammelten Eröffnungsgäste immer die Ohren zuhalten müssen. Der Qualm und der beißende Geruch vom Schießpulver, das gehört einfach zu einer Eröffnung dazu. Schließlich wird hier eine Tradition gepflegt, die weit über das MVV-Straßenfest 1997 zurückreicht.

Darüber, die wievielte Kerwe es seit der Wiedereröffnung der Hauptstraße denn nun tatsächlich ist, sind sich die Kerwevereinsvorsitzende Doris Kirsch und der Bürgergemeinschaftsvorsitzende Karlheinz Steiner nach wie vor nicht so ganz einig. Zählt man das MVV-Fest, das ja Initialzündung war, mit, ist es die 13. Kerwe. Der Kerweverein selbst schreibt sich aber nur zwölf Kerwen auf die Fahne, weil ja das erste Straßenfest, so die Argumentation, streng genommen noch gar keine richtige Kerwe-Veranstaltung gewesen sei.

Mannheimer Morgen: Um 12 kommen sie auf einen Schlag

Rheinau: Zweites Kerwe-Schlachtfest beim MGV 1896

Um 12 kommen sie auf einen Schlag
Von unserem Redaktionsmitglied Konstantin Groß

Es gibt nicht viele Vereinsveranstaltungen auf der Rheinau, bei denen der Saal, obwohl bereits einer der größten im Vorort, brechend voll besetzt ist; bei denen sich Freunde verabreden müssen, dass derjenige, der zuerst vor Ort ist, dem anderen einen Platz freihält und bei denen man dann doch seinen Stuhl ans Tisch-Ende in den Gang zwängen muss, um noch einen Platz zu haben.