Presseecho
City Airport: SPD will Anwohner vor zu viel Stress schützen
Antrag gegen Fluglärm
Die SPD-Gemeinderatsfraktion will gegen den Lärm am Flugplatz in Neuostheim vorgehen. "Es muss dringend etwas geschehen" so gestern die Landtagsabgeordnete und SPD-Stadträtin Helen Heberer. In den anliegenden Wohngebieten sei die Lärmbelästigung durch eine am City Airport ansässige Flugschule immer stärker geworden. Deshalb hat sie mit ihren Kollegen einen Antrag eingebracht, "damit die Lärmbelästigung endlich ein Ende hat oder zumindest eingeschränkt wird", heißt es in einer Erklärung vom Freitag. Auch für SPD-Stadtrat Boris Weirauch hat sich das "Rundendrehen der Flugzeuge über den Wohngebieten als unangenehme Praxis eingeschliffen". Die SPD fordert nun klare Regeln für den Flugbetrieb, um Anwohner vor "ständigem Lärmstress zu schützen". tan
Mannheimer Morgen
17. Oktober 2009
Neuostheim: Unternehmen meldet sich bei Politikerin
Post will schnell handeln
Laut der Deutschen Post in Stuttgart soll mit der Suche nach einer neuen Postfiliale in Neuostheim umgehend begonnen werden. Dies berichtet die SPD-Landtagsabgeordnete Helen Heber nach Rücksprache mit den Verantwortlichen. Dabei wolle man deutlich unter der gesetzlich vorgeschriebenen Zeit von drei Monaten bis zur Öffnung einer Alternative bleiben, so die Post. Verhandlungen mit möglichen Anbietern seien bereits aufgenommen und man wolle dann schnellstmöglich die Bevölkerung informieren. "Damit ist die Post sehr zeitnah auf meine schriftliche Anfrage eingegangen und zeigte in dem Telefongespräch großes Interesse an einer schnellen Lösung" so Heberer: "Ganz entspannt bin ich jedoch erst, wenn die Neuostheimer wieder ihre ersten Briefe und Pakete zur neuen Postfiliale bringen können". aph
Mannheimer Morgen
16. Oktober 2009
Neuostheim: Bürgerinitiative, Kommunalpolitiker und Bürger feiern Modellprojekt "innovativer Lärmschutz"
Freude über den Sieg an der Riedbahn
Von unserem Redaktionsmitglied Martin Tangl
"Bürgerinitiativen können etwas erreichen. Man muss die Sache nur mutig angehen", freut sich Norbert Jäger - und ist schon ein bisschen stolz. Er und seine Mitstreiter Dr. Gunther Mair, Dr. Caroline Kremer, Dr. Rainer Oppermann und Anwalt Stephan Bossard-Schlegel, die Bezirksbeiräte in Neuostheim sowie CDU-Ortsvereinsvorsitzender und Neu-Stadtrat Steffen Ratzel (CDU) haben in monatelangem Engagement erkämpft, dass die Deutsche Bahn AG und das Bundesverkehrsministerium an der östlichen Riedbahn auf dem Damm an der Karl-Ladenburg-Straße ein Pilotprojekt in Sachen Lärmschutz umsetzen will (wir berichteten). Dass der Krach durchfahrender Züge voraussichtlich ab dem kommenden Jahr statt durch hohe Schutzwände mit niedrigen Gabionenmauern und speziellen Schienenstegbedämpfern verringert wird, feierten die Neuostheimer jetzt mit einer Siegesparty in der Karl-Ladenburg-Straße.
Giovanni Scurti vom Ristorante Augusta servierte Pizza und Lasagne - und im Laufe des Tages schauten rund 100 Bürger vorbei, um den innovativen Lärmschutz für ihren Stadtteil zu feiern. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hatte im Juli die Strecke zwischen dem Neckar und der Theodor-Heuss-Anlage in ein bundesweites Modell für moderne Technologien beim Lärmschutz aufgenommen. Insgesamt will der Bund für etwa 40 Maßnahmen in den kommenden zwei Jahren in einem Konjunkturprogramm rund 100 Millionen Euro ausgeben.
"Ich werde das Projekt auch weiter verfolgen - und weiter Ihr Anwalt sein und bleiben", versprach der neue CDU-Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Egon Jüttner, der sich wie auch sein scheidender Kollege Lothar Mark (SPD) und die SPD-Landtagsabgeordnete Helen Heberer für die neue Technologie eingesetzt hatte. In Richtung Käfertal, Schönau, Blumenau und Waldhof erklärte Jüttner, sich auch für die anderen Streckenabschnitte zu engagieren, die ebenfalls unter lautem Bahnlärm leiden. Ihnen haben die Stadt und Bahn ebenfalls Schutzmaßnahmen angekündigt. "Immer am Ball bleiben und Dampf machen", riet Norbert Jäger den Bewohnern sowie Stadtteilvertretern aus den Bezirksbeiräten an besonders lauten Bahnstrecken.
Mannheimer Morgen
14. Oktober 2009
Musik: "Friends of Pop" bitten auf die "MS Kurpfalz"
Rockige Bootstour auf dem Rhein
Von unserer Mitarbeiterin Cristin Cartharius
Wenn die "MS Kurpfalz" durch den Hafen tuckert, dann wird das meist von melodischer Musik zum Mitschunkeln untermalt. Bei dieser Rundfahrt allerdings gibt es deutschen Rock, präsentiert von einer Newcomer-Band der Popakademie. Anker lichten und Leinen los für eine etwas andere Schifffahrt, bei der sich alles um die Musik dreht.
Veranstaltet wird die Bootsfahrt von den "Friends of Pop", dem Freundes- und Förderkreis der Popakademie. "Wir machen hier keine Kaffeefahrt nur um Mitglieder zu gewinnen. Aber neben der Unterhaltung geht es natürlich auch darum, die Menschen für unseren Verein zu begeistern", erläutert Landtagsabgeordnete Helen Heberer, die Vorsitzende der "Friends of Pop". Jedes Jahr könne der Förderverein mit seinen rund 80 Mitgliedern der Popakademie eine knapp fünfstellige Summe bereitstellen. Neben den finanziellen Mitteln von Land und Stadt für Professor Udo Dahmen, den Künstlerischen Direktor der Hochschule, ein wichtiges Fundament für Projekte in seinem Haus. "Wir geben die Gelder direkt an unsere Studenten weiter, zum Beispiel mit Band-Stipendien", erklärt Dahmen.
Dass diese Unterstützung fruchtet, davon können sich die rund 90 Gäste auf dem Schiff gleich selbst überzeugen. Durch den Auftritt der Band "Wolle" erhalten sie einen direkten Einblick in die Arbeit der Popakademie. Alle Mitglieder der fünfköpfigen Band studieren im dritten Semester das Fach Popmusikdesign. "In unseren Songs geht es um alles, was mit dem Erwachsenwerden zu tun hat: Liebe, Freundschaft und Beruf", so der 21-jährige Sänger Wolfgang Morenz. Mit ihren Liedern wollen sie direkt ins Herz der Zuhörer vordringen. Und das gelingt, denn der ehrliche, schnörkellose Pop der jungen Männer passt zum morbiden Charme der Mannheimer Industrie entlang der Strecke. Ein bisschen wie Laith Al-Deen klingt ihr deutscher Rockpop.
"Zu laut? Ach wo!"
Und der entzückt nicht nur junge Menschen, sondern auch Senioren. "Die Musik ist auch für unser Semester hörenswert. Ich will mir unbedingt eine CD kaufen", sagt die 54-jährige Edeltraud Brill. Und ihr Mann fügt hinzu: "Zu laut? Ach wo, ich dreh' bei mir zu Hause auch mal bis zum Anschlag auf - nur so ist es richtig schön." Am Ende will der Beifall für "Wolle" nicht enden: Zwei Zugaben spielen die Jungs noch, bevor die "MS Kurpfalz" nach zwei Stunden Fahrt wieder ihr Ziel erreicht. Und auch die Vorsitzende Helen Heberer ist zufrieden: "Wie schön, dass wir wieder neue Vereinsmitglieder gewinnen konnten."
Mannheimer Morgen
13. Oktober 2009
Neuostheim: Heberer fordert Aufklärung von der Post
Vorgehen inakzeptabel
Die SPD-Landtagsabgeordnete Helen Heberer ist besorgt um die ausreichende Versorgung von Neuostheim mit Postleistungen, nachdem dort Ende September die Postfiliale in der Dürerstraße 43-45 geschlossen wurde (wir berichteten). In einem Schreiben der Post an die Landtagsabgeordnete gibt es noch keine konkreten Pläne für eine neue Filiale, die "Gebietsleitung Stuttgart wurde bereits mit der Suche nach einem neuen Standort beauftragt", heißt es weiter in dem Text.
Erschwernis für die Bevölkerung
Helen Heberer ist darüber verärgert und befürchtet nun, dass sich das Entstehen einer neuen Filiale herauszögern werde und es in Neuostheim auf unabsehbare Zeit keine Postanlaufstelle geben werde, was ihrer Meinung nach "enorme Erschwernisse" für die Anwohner bedeuten würde. Heberer: "Für Geschäftskunden, Private und Ältere ist dies gleichermaßen ein riesiger Nachteil. Es ist darüber hinaus kein guter Stil, die Betroffenen vor vollendete Tatsachen zu stellen, ohne ein Alternativangebot vorzuschlagen".
Vorgehen "inakzeptabel"
In einem Schreiben an die Postdirektion und an die Gebietsleitung in Stuttgart fordert die Sozialdemokratin rasche Information für die Bevölkerung und die Sicherstellung eines nahtlosen Angebotes. "Dem allmählichen Verschwinden von Postfilialen muss entschieden entgegengewirkt werden und den Entscheidungsträgern klargemacht werden, dass dies eine inakzeptable Vorgehensweise ist", so Heberer. red
Mannheimer Morgen
09. Oktober 2009