Helen Heberer

Politik muss menschlich sein.

Sie kämpfen für die Musik

Ehrungen: Kammerorchester zeichnet Weiss und Heberer aus

 

Prof. v. Hoyningen-Huene ehrt Dr. Weiss (l.) und Helen Heberer (r.). © Gefäller

 

Die Skulptur, geschaffen von Prof. Thomas Duttenhöfer von der Darmstädter Künstlerkolonie, wurde erst zwei Mal vergeben. Doch nun überreichte sie Prof. Dr. Dietmar von Hoyningen-Huene, der Vorsitzende des Trägervereins des Kurpfälzischen Kammerorchesters, gleich doppelt: Mit Helen Heberer und Dr.  Adelheid Weiss erhielten zwei Frauen an einem Abend im Rittersaal des Schlosses den selten vergebenen Ehrenpreis des Kurpfälzischen Kammerorchesters.

Die Damen seien "zwei besonders verdienstvolle Persönlichkeiten", die nach dem Ausstieg des Landes Rheinland-Pfalz aus der Förderung des Orchesters im "Schulterschluss" dessen Existenz gerettet hätten, äußerte sich Hoyningen-Huene "von Herzen dankbar". Heberer und Weiss sei es gelungen, nach einer Überbrückungsfinanzierung durch die Hector-Stiftung eine Erhöhung der Mittel sowohl bei der Stadt als auch im Land zu erreichen.

Förderverein übernommen

Heberer habe als Vorsitzende des Ausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Landtag und als langjährige kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion einen "besonders guten Zugang" zum zuständigen Ministerium genutzt, um dort für die Erhöhung der Mittel für das Orchester zu kämpfen. Heberer sei aber auch im Vorstand des Fördervereins und habe bei Benefizkonzerten mit der Übernahme von Sprecher-Rollen an den Auftritten des Orchesters mitgewirkt.

Weiss wiederum habe "durch ihre vielfältigen Kontakte zur Kultur und Politik in der Stadt und Region für die Zustimmung der CDU-Fraktion zur Erhöhung der städtischen Mittel im Gemeinderat gesorgt". Nach dem plötzlichen Tod des Vorsitzenden des Fördervereins 2012 erklärte sie sich zudem bereit, als bisherige stellvertretende Vorsitzende die Leitung zu übernehmen, und gab das Amt dann, nach ihrer Wahl in den Gemeinderat, an ihren Mann ab. Damit nehme "die ganze Familie ein wichtiges und wertvolles bürgerschaftliches Engagement wahr", würdigte Hoyningen-Huene das Engagement. pwr

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 24.09.2015

Bürgermeister lobt „gelungene Gebäuderestaurierung“

Innenstadt: Hotel Kleiner Rosengarten offiziell eröffnet / „Symbiose aus historischer Bausubstanz und moderner Ausstattung“

 

Helen Heber und Lothar Quast (r.) gratulierten Roland Oparaku. © jan

 

Viel ursprüngliche, großbürgerliche Bausubstanz hat Mannheim leider nicht mehr. Umso mehr freut sich die Stadt, wenn ein Gebäude nach einer aufwendigen Renovierung in seiner einstigen Herrlichkeit erstrahlt. "Das ist Ihnen auf eine großartige Art gelungen", bescheinigte Baubürgermeister Lothar Quast dem Inhaber des Kleinen Rosengartens in U 6, 19. Nach zweijähriger Renovierung des einstigen Wohngebäudes aus dem Jahr 1890 eröffnete Roland Oparaku ein Vier-Sterne-Hotel. Zuvor hatte er dem Restaurant im Erdgeschoss ein neues Gesicht verpasst.

Die ersten Gäste machten bereits Bekanntschaft mit den großzügigen hellen Räumen, deren Decken ursprünglicher Stuck ziert. Nun also die offizielle Eröffnung mit einem üppigen Imbiss. Zu den Gratulanten gehörten neben dem Bürgermeister auch die Landtagsabgeordnete und Stadträtin Helen Heberer, zahlreiche Geschäftsleute aus umliegenden Firmen, aber auch etliche Stammgäste.

"Wir erleben in den letzten Jahren eine deutliche Aufwertung der Quadrate", freute sich Quast und stellte den Kleinen Rosengarten in eine Reihe mit den großen Vorhaben auf Q 6/Q 7, dem Quartierplatz in T 4/T 5 und dem Umbau der Planken. "Die sorgfältig durchdachten Projekte mit qualitätsvoller Architektur tragen in besonderem Maße zur baukulturellen Stärkung unserer Stadt bei", betonte der Bürgermeister mit Blick auf den Kleinen Rosengarten.

Wie berichtet, entstanden aus den ursprünglich zwölf Wohnungen 25 Hotelzimmer und ein Tagungsraum für 20 Personen. "Eine gelungene Symbiose aus historischer Bausubstanz und moderner Ausstattung", urteilte Quast. Das Restaurant verfügt über eine großzügige Terrasse. Stolz zeigen Petra Rambow und Roland Oparaku den Gästen den ausgebauten Keller. Dort hat das Paar eine Vinothek und eine Whiskeylounge eingerichtet. Viele anerkennende Worte gab es von den Gästen der Feier. jan

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 23.09.2015

73.000 Euro Landesförderung für vhs

Das Projekt „Selbstbestimmt und barrierefrei lernen“ der Mannheimer Abendakademie und Volkshochschule gehört zu den 22 geförderten Projekten, die im Rahmen der Projektförderung „Innovative Inklusion“ finanziell unterstützt werden. Gefördert werden innovative Projekte von Selbsthilfeorganisationen, Behinderteneinrichtungen, Kommunen und Vereinen, die das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung in Baden-Württemberg voranbringen wollen. 

Im Projekt der Mannheimer VHS werden Fortbildungen für hauptamtliche Mitarbeiter zum Thema Inklusion und inklusive Angebote für Teilnehmer entwickelt.  Damit sollen mehr Kurse für Menschen mit Behinderung Eröffnet werden 

Die SPD Landtagsabgeordnete Helen Heberer sieht in diesem Projekt eine große Bereicherung für Mannheim und ein gelungenes Beispiel für Inklusion im Alltag: „Inklusion gelingt nur, wenn sich die ganze Gesellschaft engagiert, und durch enge Zusammenarbeit ein besseres Miteinander anstrebt. Deshalb bin ich froh, dass das Projekt der Vhs gefördert wird, da es Inklusion sowohl im Bildungs- und im Arbeitsbereich vorantreibt."

Alle Projekte wurden von Menschen mit und ohne Behinderung entwickelt, geplant und durchgeführt. Im Jahr 2015 werden insbesondere solche Projekte gefördert, die den Inklusionsgedanken in den Bereichen Selbstbestimmtes Wohnen und Nachbarschaft angreifen, und damit neue Wege des Miteinanders von Menschen mit und ohne Behinderung außerhalb stationärer Angebote beschreiten.

 

 

Ein Schmuckstück für die Stadt

Tag des offenen Denkmals: Eröffnungsveranstaltung in der Alten Sternwarte / 28 historische Führungen und Rundgänge

 

"Ich interessiere mich für Kunst und Kultur. Da will man sich hier einmal umschauen", sagt Carsten Kremer. Zusammen mit seiner Freundin Marilena Scorciapino will er einen ersten Blick in die mittlerweile auch im Inneren in Weiß erscheinende Alte Sternwarte werfen. "Sonst kommt man doch nicht hier herein. Das muss man ausnutzen," meint Marilena. Geduldig stehen sie in der Schlange und warten, dass sie auch einen Blick und von oben herauswerfen können. "So schön haben wir uns das gar nicht vorgestellt," freuen sich die Zwei.

Erster Bürgermeister Christian Specht gibt zuvor den offiziellen Startschuss für den Tag des offenen Denkmals. 28 historische Gebäude sind für Interessierte diesmal zugänglich. Dazu zählt die ehemalige Dampfmühle der Familie Kauffmann am Verbindungskanal im Jungbusch, das alte Klärwerk auf der Friesenheimer Insel, der RNV-Betriebshof Käfertal, der Wasserturm und eben die Alte Sternwarte. "Noch vor einem Jahr standen wir hier mitten in einer Baustelle. Man sieht, dass es vorangeht, insbesondere dank des Engagements der Bürger", lobt Specht das "Aktionsbündnis Sternwarte", das mit 32 000 Euro an der Sanierung beteiligt war.

Insgesamt wurden laut Specht bisher rund zwei Millionen Euro in das älteste barocke Gebäude der Stadt gesteckt. Das Motto des Denkmaltages lautet "Handwerk, Technik, Industrie". Daher freut sich Specht, dass besonders viele Kirchen geöffnet sind, darunter die Schlosskirche, die Johanneskirche und die Konkordienkirche. "Ich danke allen Beteiligten und insbesondere allen ehrenamtlichen Helfern, die mit ihrem Engagement zum Gelingen dieses Tages beitragen", betont Specht. Die Organisatoren gehen in diesem Jahr von etwa 5500 Besuchern aus.

Die Geschichte der Astronomie

Barbara Ritter vom "Verein Rhein-Neckar Industriekultur" verwies darauf, dass es rund 2800 Gebäude in der Region gebe, die erhaltenswert seien, darunter rund sieben Prozent Industriegebäude, wie etwa die "Burg" der Konsumgenossenschaft auf der Friesenheimer Insel. Besonders zwischen den 1970er und 1990er Jahren wollte die Quadratestadt das Image einer "derben Arbeiterstadt loswerden", so Ritter. Daher wurde vieles abgerissen. Ein Gegenbeispiel sei die Alte Feuerwache, die dank des Protestes der Einwohner erhalten blieb.

"Wir haben zusätzlich zu Mitteln von Bund, Land und MVV noch rund 400 000 Euro aus der Bundesdenkmalstiftung lockermachen können. Das gelingt nur, wenn sich Bürger beteiligen", sagt Helen Heberer, die in dem Bündnis eine der treibenden Kräfte ist. "Wir freuen uns, dass wir die Sternwarte wieder aus dem Dornröschenschlaf erwecken konnten", so Heberer. Gegen eine kleine Spende wurden bei der Eröffnung Steine als Briefbeschwerer angeboten, die "vielleicht sogar Wolfgang Amadeus Mozart schon berührte." Immer dem Aktionsbündnis geholfen habe der Verein "Stadtbild", betont Heberer. Dass an einem solchen Bauwerk mit Unvorhergesehenem zu rechnen ist, verdeutlicht der Bürgermeister: "Wir mussten den Sandsteinsockel erneuern. Dem hat der Gemeinderat zugestimmt. Jetzt wollen wir außen noch etwas Schönes gestalten. Dann geht es innen weiter," so Specht. Ab November soll die Sternwarte illuminiert werden.

Dr. Christian Theis vom Planetarium führt auf anschauliche Weise durch die astronomische Geschichte. "Wie heute ein Haus oder ein Auto, so galt zu Zeiten von Kurfürst Carl Theodor die Musik oder die Astronomie als Statussymbol." Der Professor für Experimentalphysik und Mathematik, Christian Mayer, entdeckte einst in der Sternwarte die Doppelsterne.

© Mannheimer Morgen, Montag, 14.09.2015

China, Israel und USA jetzt ganz nah

Medizintechnologie: Internationale Partnersuche gefördert

 

Peter Hofelich, Michael Grötsch und die Landtagsabgeordneten Wolfgang Raufelder und Helen Heberer (v.l.) bei der Übergabe des Förderbescheids. ©  Stadt

 

Medizintechnologie - eine der weltweit größten Wachstumsbranchen. Hier bei uns in der Stadt sind bereits 95 Unternehmen mit rund 9500 Beschäftigten in diesem Sektor tätig. Wo große Firmen wenig bis keine Schwierigkeiten haben, den internationalen Markt zu bearbeiten, sich mit Firmen im In- und Ausland zusammenzutun, um ihre Produkte zu entwickeln und zu vermarkten, fällt das kleinen und mittleren Betrieben schon weitaus schwerer. Genau das soll sich jetzt ändern: Im Clustermanagement Medizintechnologie bei der städtischen Wirtschaftsförderung haben sie nun einen Ansprechpartner, der sich genau um diese Thematik kümmert.

Bezahlt wird das Projekt mit dem sperrigen Namen "Business Development Office für internationale Produktentwicklung und Vermarktung", kurz "Deliver" genannt, ab sofort auch mit Fördermitteln des Landes und der EU. Peter Hofelich, Staatssekretär im baden-württembergischen Wirtschaftsministerium, überbrachte gestern den offiziellen Bewilligungsbescheid dafür.

Hofelich - ein gern gesehener Gast in der Stadt, schließlich ist er eine Art "Geldbote" des Landes und diesmal eben auch der EU: 171 700 Euro hatte er - im übertragenen Sinn - im Koffer, Fördermittel aus dem EU-weiten Wettbewerb ERFRE CLIP. Dass Mannheim und sein Clustermanagement Medizintechnologie diesen Wettbewerb gewonnen haben, wundert Hofelich nicht: "Hier wird hervorragenden Arbeit geleistet, Sie haben zudem sehr aktive Landtagsabgeordnete, die sich für die Stadt einsetzen. Und schließlich will die Landesregierung Mannheim gerne weiterhin auf diesem Weg der Clusterförderung begleiten".

Das hört Bürgermeister Michael Grötsch gerne, die Wirtschaftsförderung und damit auch das neue Projekt "Deliver" fällt in seinen Zuständigkeitsbereich. Er erklärte den Gästen, die sich gestern im Cubex41-Gebäude des Klinikums eingefunden hatten, was denn konkret mit dem Geld - 171 000 wie erwähnt vom Land und der EU, 30 000 von privaten Partnerunternehmen und rund 106 000 Euro von der Stadt - geschieht: "Wir finanzieren damit auf drei Jahre befristet eine Stelle im Clustermanagement". Die internationalen Aktivitäten konzentrieren sich auf drei Wachstumsregionen: Boston in den USA, Suzho in China und Haifa in Israel.
 

Unterstützung für Unternehmen

Konkret geht es darum, Unternehmen zu unterstützen, in diesen Regionen Partner zu finden, die den Unternehmen im Mannheimer Cluster in puncto Technologie, Forschung, Finanzierung, Entwicklung und Markt weiterhelfen. Umgekehrt will man aber auch die internationalen Unternehmen dazu bringen, sich hier niederzulassen. Ein weiteres wichtiges Feld ist die Suche nach hoch qualifiziertem Fachpersonal, auch dabei soll "Deliver" den Mannheimer Unternehmen helfen.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 04.09.2015