Pressemitteilungen
Die Gespräche der Mannheimer Landtagsabgeordneten Helen Heberer und Dr. Stefan Fulst-Blei mit Vertretern des Wirtschafts- und Finanzministeriums in der Landeshauptstadt Stuttgart tragen Früchte. Auf Anregung der Abgeordneten sowie des Mannheimer Quartiermanagers Gabriel Höfle ist im neuen Haushaltsentwurf ein neuer Fonds - ein Verfügungsfonds - für soziokulturellen Städtebau vorgesehen, in dem für die Jahre 2015/2016 insgesamt 600.000 Euro bereitstehen. Damit können zur Förderung der soziokulturellen Stadtentwicklung nun endlich auch Maßnahmen nicht-baulicher Art zur Verbesserung der Integration von Einwanderern in die Stadtquartiere umgesetzt werden, was durch die bisherigen Bund-Länder-Programme der Sozialen Stadt vorher so nicht möglich war.
In den Vorberatungen für die Aufstellung des neuen Landeshaushaltes wurden die Weichen gestellt: „Das Mannheimer Nationaltheater (NTM) erhält mit der Zuweisung weiterer Finanzmittel aus Stuttgart kräftigen Rückenwind“, freut sich die Landtagsabgeordnete Helen Heberer.
Erst vor wenigen Wochen im August konnte sie bereits die gute Nachricht überbringen, dass das traditionsreiche Mannheimer Theater von der bislang im Haushalt vorgesehenen Erwirtschaftung einer Einsparauflage im Jahr 2014 ausgenommen wird. Dies bedeutet unter dem Strich eine deutliche Erhöhung der Landeszuwendung in Höhe von 590.000 Euro und entspricht einem Zuwachs von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Das Ziel des Modell-Programms „Kulturagenten für kreative Schulen“ seit dem Start im September 2011 ist mehr kulturelle Teilhabe für alle Kinder und Jugendlichen. Dazu werden völlig neue Wege in der Zusammenarbeit von Kulturschaffenden und Schule gegangen. Im Rahmen des Modellprogramms erhalten 24 Schulen in Baden-Württemberg tatkräftige Unterstützung von acht weiblichen und männlichen „Kulturagenten“, die jeweils für ein kleines Netzwerk von drei Schulen zuständig sind. Ausgehend von den individuellen Bedürfnissen und Zielen der teilnehmenden Schulen beraten und unterstützen sie diese seitdem bei der Entwicklung und Umsetzung einer maßgeschneiderten Konzeption der kulturellen Bildung.
Die Geburtsstunde der Initiative „Künstlernachlässe“ schlug im Jahr 2005 in Mannheim, als der gesamte künstlerische Nachlass des Mannheimer Malers Peter Schnatz kurz vor der Zerstörung stand. Quasi in letzter Minute gelang es einigen engagierten wie kunstverständigen Menschen, große Teile des Lebenswerks des in Freiburg geborenen, aber seit 1962 bis zu seinem Tod im Oktober 2004 in Mannheim lebenden Künstlers zu retten. Vor einem ähnlichen Problem stand auch die Familie des überregional bekannten und mit Mannheim eng verbundenen Malers Willi Sohl. Wohin mit dem wertvollen Nachlass von 85 großen Gemälden und rund 500 Aquarellen, von Sohl selbst noch sorgfältig in Passepartouts und Mappen gebunden?
Die Europäische Union vergibt erhebliche finanzielle Mittel zur Förderung der kreativen Arbeit in den Bereichen Kultur und Medien. Im Rahmen des Programms „Creative Europe“ werden in den kommenden sieben Jahren insgesamt 1,46 Milliarden Euro fließen. Die Mannheimer Landtagsabgeordnete Helen Heberer, Vorsitzende des Ausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kunst und ebenso Mitglied des Europaausschusses macht darauf aufmerksam, dass für das Förderprogramm nun die zweite Bewerbungsphase im Herbst beginnt.