Piratenpartei in Mannheim bei sechs Prozent
Bürgerbarometer des "Mannheimer Morgen" / OB Peter Kurz weiter beliebtester Politiker
Von unserem Redaktionsmitglied Stephan Wolf
Mannheim. Die Piratenpartei findet auch in Mannheim Anklang bei den Wählern. Wenn am nächsten Sonntag Gemeinderatswahl wäre, könnte die Partei mit sechs Prozent rechnen. Dies ist das Ergebnis des "MM"-Bürgerbarometers des "Mannheimer Morgen" (Samstag-Ausgabe). Danach müssen die Grünen einen dramatischen Einbruch hinnehmen. Sie verlieren im Vergleich zur Umfrage vom Juni dieses Jahres acht Punkte und landen mit 25 Prozent nur noch auf Rang drei. Die SPD ist weiter stärkste Kraft und kommt auf 34 Prozent (plus eins). Die CDU kann ebenfalls einen Prozentpunkt zulegen und erhält 26 Prozent. Die Linke steht bei 3 Prozent (plus eins), FDP und Mannheimer Liste bleiben unverändert bei zwei Prozent.
Kunstverein: Sonderausstellung "LionsART" eröffnet / Nur ein Mann am Rednerpult
Künstlerische Kraft der Frauen
Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge
Selbst dem berühmten Joseph Beuys ist es ja schon so gegangen: "Kenne mer des wegdue?", haben Arbeiter nun gefragt, als sie auf die lange Bahn mit zerknülltem Packpapier stießen, die da auf dem Boden lag - aber sie wurde gerettet, liegt noch immer auf dem Boden des Kunstvereins. Dort schilderte Dr. Susanne Kaeppele gestern amüsiert diese Frage zur Eröffnung von "LionsART", denn das mit Farbe und Folie versehene Packpapier wurde ganz bewusst auf dem Boden drapiert und ist ein Kunstwerk von Jutta Steudle.
Die Landtagsabgeordnete Helen Heberer weist auf die Möglichkeit hin bis zum 30. November 2011, beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) für Projekte der Kulturellen Bildung, die in der ersten Jahreshälfte 2012 realisiert werden sollen, eine Förderung von jeweils bis zu 50.000 Euro zu beantragen.
Benefiz-Veranstaltungen: Aktionsbündnis sammelt für die Sanierung eines der ältesten Bauwerke der Stadt
Bürger wollen Sternwarte retten
Von unserer Mitarbeiterin Barbara Klauß
Auf alten Kupferstichen der Stadt, sagt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, sei häufig der Dreiklang Schloss, Jesuitenkirche und Sternwarte zu sehen gewesen. Heute spielt der Barock-Bau der Alten Sternwarte im Stadtbild kaum mehr eine Rolle. Eingerüstet steht der 33 Meter hohe Turm in A 4. "Der Zahn der Zeit nagt an den Mauern dieses Bauwerks, auf das wir eigentlich stolz sein sollten", erklärt Ulrich Nieß, Leiter des Stadtarchivs. Um das zu ändern, haben sich im vergangenen Jahr auf Initiative der Stadträtin und SPD-Landtagsabgeordneten Helen Heberer etliche Mannheimer Einrichtungen, Vereine und Privatpersonen zum Aktionsbündnis "Alte Sternwarte Mannheim" zusammengeschlossen, um für die Sanierung zu sammeln.
"Kurfürst" ohne Geld