Helen Heberer

Politik muss menschlich sein.

Mannheimer Morgen: Der ganze Frust der Retter

Hilfsorganisationen: "Schulterschluss" erläutert SPD-Politikern aktuelle Probleme

Der ganze Frust der Retter
Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

"Einfach mehr Anerkennungskultur" brauche man, stellte Helen Heberer am Ende fest - vom Geld mal abgesehen. "Ob Politik, Gesellschaft oder die Arbeitgeber, wir nehmen einfach zu selbstverständlich hin, was die machen", meinte die SPD-Landtagsabgeordnete nachdenklich nach einem Gespräch mit Vertretern nahezu aller Rettungs- und Hilfsorganisationen, zu dem auch eigens der SPD-Innenexperte im Landtag, Reinhold Gall, gekommen war.

Hoher Investitionsstau
Andre Kühner, Ehrenamtsbeauftragter der Mannheimer Johanniter, hatte das Gespräch bereits beim "Tag der Helfer" initiiert. Karl F. Mayer, der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbandes, brachte dazu jetzt Vertreter der Berufs-, Werk- und Freiwilligen Feuerwehren aus der Metropolregion, des Technischen Hilfswerks und der Rettungsdienste an einen Tisch.

Mannheimer Morgen: Bildungsauftrag mit christlichem Profil

Oststadt: Christuskindergarten besteht 40 Jahre

Bildungsauftrag mit christlichem Profil

"Ihre Königliche Hoheit - darf ich Sie nach vorne bitten?", mit diesen Worten und einem Augenzwinkern fordert Dr. Matthias Meyer, Pfarrer an der evangelischen Christuskirche, Richard Jäger auf, am Mikrofon einige Worte zu sagen. Anlass ist der 40. Geburtstag des Christuskindergartens, der zwei Tage lang mit Theater, Kindergartenfest und einem Familiengottesdienst gefeiert wird.

Mannheimer Morgen: Kein interner Nachfolger in Sicht

Kulturpolitik: Egbert Rühl verlässt Mannheim am 1. März, im Januar wird die Geschäftsführung der Alten Feuerwache ausgeschrieben

Kein interner Nachfolger in Sicht
Von unserem Redaktionsmitglied Jörg-Peter Klotz

"Vor zehn Jahren hätte man nicht viel Aufhebens um diese Stellenbesetzung gemacht. Da merkt man, was sich alles geändert hat." Mit dieser Bemerkung bringt Schatzkistl-Chef Peter Baltruschat die Bedeutung, aber auch die Problematik einer Personalfrage auf den Punkt, die von der selbsternannten Musikstadt Mannheim gelöst werden muss: die Nachfolge von Egbert Rühl als Geschäftsführer der Alten Feuerwache. Wie der 51-Jährige gestern auf Anfrage mitteilte, wird er voraussichtlich am 1. März nach Hamburg wechseln, um als Geschäftsführer einer städtischen Gesellschaft die Kreativwirtschaft der Hansestadt zu fördern. "Da kann es aber zu Übergangsphasen kommen", so Rühl.

Überregionale Strahlkraft
Als Rühl im Jahr 2000 in der Quadratestadt antrat, war das Kulturzentrum bestenfalls ein programmatisches Puzzlespiel, blockiert von Verteilungskämpfen verschiedener kultureller Interessengruppen. Seitdem haben der unprätentiöse, höchst effektive Netzwerker und sein Team daraus ein Veranstaltungshaus mit überregionaler Strahlkraft gemacht, das nicht nur bei Pop- und Jazz-Konzerten dank deutlich verbesserter Klang- und Lichtarchitektur eine sehr gute Figur macht. Thorsten Riehle, als Geschäftsführer des benachbarten Capitols, theoretisch in einer Konkurrenzsituation zum städtisch geförderten Kulturzentrum, singt das Hohelied auf seinen Kollegen: "Capitol und Feuerwache waren immer sinnvolle Ergänzungen und haben sich die Bälle oftmals zugespielt. Die gemeinsame Arbeit in der Initiative Alter Messplatz war fruchtbar, der Austausch mit Egbert anregend, erfrischend und kollegial." Die Feuerwache ist also bestens eingebettet. Auch in Erfolgsreihen wie Enjoy Jazz oder in die derzeit ruhende Delta Connection, gut vernetzt mit vergleichbaren Häusern der Metropolregion. Mit Projekten wie dem Literaturfest "Lesen.hören", den Figurentheatertagen "Imaginale" oder zuletzt der Kurzfilm-Reihe "Zum goldenen Hirsch" zeigt sie viel Profil, weiß aber auch die Jugend etwa mit der Brandherd-Party-Reihe gehoben zu unterhalten.

Mannheimer Morgen: Positive Bilanz und neue Helfer

Stadtarchiv

Positive Bilanz und neue Helfer

Sie haben mit 344 Mitgliedern einen historischen Höchststand erreicht, der Verein steht kerngesund da und entwickelt voller Tatendrang neue Projekte: Die Freunde des Stadtarchivs hatten bei ihrer Mitgliederversammlung keinen Grund zur Klage, Vereinsvorsitzender Gerhard Widder konnte eine positive Bilanz ziehen.

Mannheimer Morgen: Adventsbesuch im Landtag

SPD-Ortsverein: MdL Rosa Grünstein hatte eingeladen

Adventsbesuch im Landtag

Brühl. Die Abgeordnete Rosa Grünstein hatte es sich nicht nehmen lassen, den Ortsverein Brühl - Rohrhof anlässlich dessen 100-jährigen Bestehens nach Stuttgart in den Landtag einzuladen. Zur Adventszeit sei Stuttgart besonders schön und der große Weihnachtsmarkt beginne direkt am Landtag. Und so haben die Genossen die Bevölkerung eingeladen und machten sich auf den Weg.

Werktags um die Mittagzeit ging es bei strahlendem Sonnenschein per Bus nach Stuttgart. Im Landtag wurde man vom Besucherdienst empfangen. Nach einem kurzen Abstecher in die Abgeordneten-Büros gab der Besucherdienst des Landtages eine halbstündige Einführung über die Arbeit im Landtag.

Anschließend hatten die Brühler Besucher die Gelegenheit zum Besuch einer Plenarsitzung. Hier wurde darüber, dass Lehrer in den großen Ferien entlassen und zu Beginn der Ferien wiedereingestellt werden, ebenso wie über das digitale Grundbuchamt debattiert. Aus einem Zwischenruf der Mannheimer Abgeordneten Heberer konnten die Brühler entnehmen, dass das nächste digitale Grundbuchamt für den Rhein-Neckar-Kreis in Tauberbischofsheim sein soll.